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Nullkupon-Anleihe

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Nullkupon-Anleihen, im Fachjargon als Zero Bonds bezeichnet, sind Inhaberschuldverschreibungen, welche vom Emittenten deutlich unter pari an den Gläubiger ausgegeben werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen, festverzinslichen Wertpapieren verfügen Nullkupon-Anleihen nicht über einen Kupon, sodass keine regelmäßige Zinszahlung an den Gläubiger erfolgt.

Der besondere Vorteil von Nullkupon-Anleihen ist, das die erzielten Kursgewinne nach aktueller Gesetzgebung steuerfrei sind, wenn sie frühestens nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist realisiert werden. Mit der Einführung der Abgeltungssteuer im Jahre 2009 verloren die Nullkupon-Anleihen diesen Steuervorteil, da die Spekulationsfrist abgeschafft wird. Gerade in Anbetracht der anstehenden Änderungen in der Steuergesetzgebung bieten lang laufende Nullkupon-Anleihen eine sichere Möglichkeit, die Abgeltungssteuer zu vermeiden.

Ein besonderes Risiko der Nullkupon Anleihen ergibt sich aus dem Umstand, dass die Anleihe und die Zinsschuld erst zum Laufzeitende (die Anleihe wird dann zu pari getilgt) beglichen werden. Sollte der Emittent zahlungsunfähig werden, bleibt der Anleger auf sämtlichen Forderungen sitzen. Bei einer gewöhnlichen Anleihe wären dem Anleger zumindest die Zinszahlungen zugeflossen.



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