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Mitunternehmer

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Das Einkommensteuerrecht kennt den Begriff der Personengesellschaft - wie ihn etwa das Handelsrecht prägt - nicht. Der Gesetzeswortlaut spricht vielmehr von der Mitunternehmerschaft. Diese ist dadurch geprägt, dass eine Gesellschaftsform des Zivilrechts vorliegen muss - die in der Praxis auch konkludent errichtet werden kann - bei der die Mitunternehmer Unternehmerrisiko tragen und Unternehmerinitiative entfalten.

Unternehmerisiko meint hier das Tragen von finanziellen Risiken, konkret gemeint ist damit als eine Haftung für Verbindlichkeiten des Unternehmens, die aber auch - im Falle des Kommanditisten - auf eine bestimmte Summe beschränkt sein kann.

Unternehmerinitiative hingegen meint die Teilhabe an unternehmerischen Entscheidungen, also insbesondere Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnisse.Ist eine solche Mitunternehmerschaft gegeben, werden Erträge des Unternehmens den Mitunternehmern direkt zugerechnet, die Mitunternehmerschaft ist also steuerlich transparent. Für den Mitunternehmer kann dies vorteilhaft sein, da Erträge nicht doppelt mit Körperschaftsteuer und Einkommensteuer belastet werden. Ist das Unternehmen jedoch sehr erfolgreich, muss der Spitzensteuersatz gezahlt werden, was nachteilig ist.



Zum Thema Mitunternehmer auf förderland:
Personengesellschaft - Ausführliche Informationen
Einkommensteuer - Ein Überblick
Körperschaftsteuer - Ausführliche Informationen
Lexikon: Kommanditgesellschaft

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