<< Themensammlung Steuer

Mitarbeiterbeteiligung - Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Mitarbeiterbeteiligung findet sowohl in Großunternehmen als auch in mittelständischen Unternehmen statt. Ihre Bedeutung hat in den letzten Jahren stetig zugenommen.

Unterschieden werden materielle und immaterielle Mitarbeiterbeteiligung.
Bei der materiellen Beteiligung - ob als reine Erfolgsbeteiligung oder Kapitalbeteiligung oder als eine Kombination von beiden - ist der Fokus auf die finanziellen Vorteile der Mitarbeiter gerichtet. Bei der immateriellen Beteiligung hingegen - verstanden als Mitbestimmung im Betrieb - stehen deren Mitspracherechte im Zentrum.

Die Erfolgsbeteiligung ermöglicht den Mitarbeitern, zusätzlich zum Lohn/Gehalt, eine Beteiligung am Unternehmensgewinn - in Form von Tantiemen und Prämien, auch Provisionen. Bei der Kapitalbeteiligung fungieren die Mitarbeiter als Kapitalgeber des Unternehmens. Eine Kombination von Erfolgs- und Kapitalbeteiligung liegt dann vor, wenn auf eine Auszahlung der Arbeitnehmereinnahmen verzichtet wird und diese stattdessen - als Kapitalbeteiligung - im Unternehmen verbleiben.

Die materielle Mitarbeiterbeteiligung erfährt staatliche Förderung:

  • durch das Fünfte Vermögensbildungsgesetz (VermBG) in Form der Arbeitnehmersparzulage
  • gemäß § 19a Einkommensteuergesetz bei freiwilligen Leistungen des Arbeitgebers.

Unternehmen eröffnet sich die Möglichkeit, qua Mitarbeiterbeteiligung Kapital zu beschaffen und ihre Personalkosten flexibel zu gestalten: niedrigere Fixgehälter auf der einen, höhere Gewinnbeteiligung auf der anderen Seite. Umgekehrt können Mitarbeiter auf Aktiengewinne hoffen. Qualifizierte Kräfte bleiben länger im Unternehmen. Mitarbeiterbeteiligung fördert neben Motivation und Leistungsbereitschaft auch wirtschaftliches Denken sowie Verantwortungsübernahme auf Seiten der Mitarbeiter. Das ist gut für die Unternehmen und erhöht deren Wettbewerbsfähigkeit.

Am Ende steht ein partnerschaftliches Verhältnis: Beide "Parteien" ziehen an einem Strang. Von der Mitarbeiterbeteiligung profitieren also letztlich beide - Unternehmen und Mitarbeiter.oblematisch wird es für die Mitarbeiter allerdings bei einer Insolvenz des Unternehmens: Im Falle der immateriellen Beteiligung erleiden sie möglicherweise schmerzhafte finanzielle Verluste. Doch so weit muss es nicht kommen.


zurück zur Übersicht >

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer