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Lohnpfändung

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Die Lohnpfändung wird in der Regel im Rahmen einer Zwangsversteigerung betrieben. Dafür wird zunächst der gesamte Arbeitslohn des Arbeitnehmers einbehalten. Von diesem führt der Verwalter oder Treuhänder den so genannten pfändungsfreien Betrag an den Arbeitnehmer zurück. Dieser soll die finanziellen Grundbedürfnisse des Arbeitnehmers befriedigen und orientiert sich somit stark am gesetzlichen beziehungsweise steuerlichen Existenzminimum. Dieses richtet sich im Ergebnis nach der so genannten Pfändungstabelle, wobei auch hier die Angaben der Lohnsteuerkarte berücksichtigt werden. Denn die Freigrenze richtet sich insbesondere auch nach dem Familienstand und der Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder.

Den übrigen Teil des gepfändeten Lohns führt der Verwalter an die Gläubiger des Arbeitnehmers ab. Zu beachten ist, dass auch auf den gepfändeten Teil des Einkommens Einkommensteuer erhoben wird. Einkünfte sind im Rahmen einer Lohnpfändung also nicht steuerbefreit. Gerade in einem Insolvenzverfahren hat der Steuerpflichtige aber die Möglichkeit, gezahlte Steuern durch eine Billigkeitserstattung erstattet zu bekommen. Das Finanzamt ist dazu aber nicht verpflichtet.


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