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Ist-Versteuerung

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Die Umsatzsteuer entsteht grundsätzlich in dem Zeitraum, in dem die Leistungen ausgeführt worden sind. Eine Abweichung ist bei der Ist-Versteuerung (§ 20 UStG) der Fall. Hier ist der Zeitraum der Vereinnahmung eines Entgelts entscheidend. Die Umsatzsteuer entsteht dann mit Ablauf des Voranmeldezeitraums in dem die Vereinnahmung fällt.

Die Berechnung nach der Ist-Versteuerung kann vom Unternehmer beantragt werden, wenn er von der Verpflichtung zur Buchführung befreit ist oder er Umsätze als Freiberufler (Ärzte, Rechtsanwalt, Architekt etc.) erzielt oder der Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 250.000 Euro (für die neuen Bundesländer abweichende Regelung: 500.000 Euro) betrug.

Die Genehmigung durch das zuständige Finanzamt erfolgt stets unter Vorbehalt und für ein volles Kalenderjahr. Die Bewilligung kann von der Behörde zu Beginn eines Kalenderjahres widerrufen werden. Die eigenständige Rückkehr zur Soll-Versteuerung ist jederzeit möglich, setzt jedoch die Soll-Versteuerung ab Jahresbeginn voraus. Das Entgelt gilt als zeitlich vereinnahmt, wenn der Unternehmer tatsächlich wirtschaftlich über das Entgelt verfügen kann.



Zum Thema Ist-Versteuerung auf förderland:
Umsatzsteuer - in Überblick
Freiberufler - Leben ohne Gewerbesteuer

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