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Internationales Steuerrecht

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Steuerlich relevante Sachverhalte können nicht nur im Inland, sondern ebenso auch grenzüberschreitend bestehen. Die Ursachen dafür sind freilich zahlreich.

Denkbar ist etwa die Verlagerung von Gewinnen eines Unternehmens in eine Schwesterngesellschaft mit Sitz in einem Niedrigsteuerland. In der Praxis geschieht dies über so genannte Verrechnungspreise. Die inländische Gesellschaft verkauft also Produkte oder Dienstleistungen zu einem erhöhten Preis an die ausländische Schwesterngesellschaft um die im Inland zu versteuernden Gewinne abzuschöpfen.

Häufiger ist allerdings das Phänomen der Doppelbesteuerung.
Dieses tritt auf, wenn zwei verschiedene Staaten auf den selben Steuergegenstand zugreifen. Die Entstehung einer solchen Doppelbesteuerung liegt dabei in dem Nebeneinander von beschränkter und unbeschränkter Steuerpflicht. Verwirklicht ein in Deutschland sesshafter Steuerpflichtiger im Ausland einen steuerlich relevanten Sachverhalt, greift zum einen Deutschland im Rahmen des Welteinkommensprinzips und zum anderen der ausländische Staat im Rahmen des Quellenprinzips auf diesen Sachverhalt zu.

Die dadurch entstehende Doppelbelastung ist durch das Internationale Steuerrecht zu vermeiden oder zu beseitigen. In der Regel geschieht dies durch Anrechnung der im Ausland gezahlten Steuer.


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