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Insolvenzverfahren

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Das Insolvenzverfahren bezeichnet ein gerichtliches Verfahren, bei dem alle Gläubiger gleichermaßen befriedigt werden sollen, wenn der Schuldner selbst zahlungsunfähig, also insolvent geworden ist.

In der Praxis unterscheidet man zwei verschiedene Verfahren. Dies ist zum einen das Unternehmensinsolvenzverfahren, welches beim Amtsgericht nach dem Vorliegen einer Zahlungsunfähigkeit gestellt werden kann. Dieses Verfahren wird auch Regelinsolvenzverfahren genannt. Sobald das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, darf der Schuldner selbst nicht mehr über sein Vermögen verfügen, um nicht einzelne Gläubiger vorrangig zu bedienen. Der Besitz des Vermögens geht vielmehr in die Hände eines Insolvenzverwalters, der die Forderungen der Gläubiger nach dessen Quoten befriedigt.

Dem Regelinsolvenzverfahren steht das Verbraucherinsolvenzverfahren gegenüber. Dieses Verfahren wird oft auch als Kleinverfahren bezeichnet, da der Aufwand hierfür deutlich geringer ist. Das Verbraucherinsolvenzverfahren kann von allen Menschen genutzt werden, die nicht als Unternehmer tätig sind. Die Grundlage des Verbraucherinsolvenzverfahrens ist der Versuch einer außergerichtlichen Einigung mit den Gläubigern auf einen Teilverzicht ihrer Forderungen, um eine Entschuldung zu erreichen. Erst wenn diese Einigung nicht möglich ist, wird das Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet. Ziel dieses Verfahrens ist die Befreiung des Schuldners von all seinen Forderungen, die nach sechs Jahren des Wohlverhaltens durch die Restschuldbefreiung erreicht werden kann.



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