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Handelsbilanz

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Bei Aufnahme eines Handelsgewerbes und hernach jeweils mit Abschluss eines Geschäftsjahres ist für den Betreiber des Gewerbes die Erstellung einer Handelsbilanz in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.
Es handelt sich hierbei um eine externe Bilanz, die also Gesellschaftern, Gläubigern oder auch Konkurrenten oder Vertretern der Presse zugänglich sein muss.

Die Handelsbilanz hat drei Zielsetzungen:

  • die nominelle Kapitalerhaltung, nach der die Gesamtabschreibung eines Gutes den Anschaffungswert nicht überschreiten darf,
  • den Gläubigerschutz, der eine obere Grenze für die Bewertung der Vermögensgegenstände der Unternehmung darstellt und damit eine sinnvolle Bemessungsgrundlage auch für Schulden ist, was speziell bei stark verschuldeten Unternehmen für die Sicherheit der Gläubiger relevant ist und
  • den Schutz der Gesellschafter. Hier hat der Gesetzgeber Obergrenzen für die Beurteilung von Vermögensgegenständen der Unternehmung festgelegt, um zu verhindern, dass Gewinnansprüche der Gesellschafter nicht verkürzt oder auf spätere Abrechnungsperioden verschoben werden.

Grundsätzlich ist das Prinzip der kaufmännischen Vorsicht ausschlaggebend für die Erstellung einer Handelsbilanz.


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