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Gewinnermittlung

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Das deutsche Steuerrecht kennt grundsätzlich drei verschiedene Arten der Gewinnermittlung. Diese werden in den §§ 4 – 7k EStG, sowie in § 8 Abs. 1 KStG und § 7 Abs. 1 GewStG geregelt – Letztere verweisen dabei auf die Anwendung der einkommensteuerlichen Regelungen.

Der sogenannte Betriebsvermögensvergleich nach § 5 EStG richtet sich an Gewerbetreibende im Sinne des § 15 Abs. 2 EStG, die nach § 140 AO derivat oder nach § 141 Abs. 1 AO originär buchführungspflichtig sind – derivate Buchführungspflicht besteht, wenn das Steuersubjekt nach anderen Gesetzen, wie beispielsweise dem Handelsrecht, buchführungspflichtig ist, während originäre Buchführungspflicht dann bejaht wird, wenn das Steuersubjekt die persönlichen und sachlichen Voraussetzungen des § 141 Abs. 1 AO erfüllt.

Beim Betriebsvermögensvergleich wird der steuerliche Gewinn wie folgt ermittelt: das Betriebsvermögen am Ende der aktuellen Periode abzüglich des Betriebsvermögens am Ende der vorangegangenen Periode plus Entnahmen abzüglich Einlagen der aktuellen Periode.

Land- und Forstwirte, Gewerbetreibende und Selbstständige, die weder gesetzlich buchführungspflichtig sind, noch freiwillig Bücher führen und die die Betriebseinnahmen und -ausgaben aufzeichnen, ermitteln ihren Gewinn hingegen mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung des § 4 Abs. 3 EStG. Der Gewinn entspricht hier den Betriebseinnahmen abzüglich der Betriebsausgaben.

Von dem Betriebsvermögensvergleich des § 4 Abs. 1 EStG betroffen sind alle, die nicht unter die in § 4 Abs. 3, und § 5 EStG genannten Gruppen fallen, also zum Beispiel Selbstständige, die freiwillig Bücher führen. Der Gewinn wird hier nach der oben genannten Formel ermittelt, wobei das Betriebsvermögen unter Umständen anders – nämlich nicht nach handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung – angesetzt wird.



Zum Thema Gewinnermittlung auf förderland:
Einnahmen-Überschuss-Rechnung - Einfach den Gewinn ermitteln

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