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Fremdvergleich

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Der Fremdvergleich ist ein steuerlicher Prüfungsgrundsatz. Im Rahmen des Fremdvergleichs wird eine spezielle Fallgestaltung mit einer vergleichbaren, zwischen fremden Dritten üblichen Gestaltung verglichen. Anwendung findet der Fremdvergleich in zahlreichen, völlig heterogenen Sachverhalten.

Stets zu berücksichtigen ist der Fremdvergleich aber zum Beispiel bei den so genannten Familiengesellschaften, also Gesellschaften, an denen ausschließlich Angehörige einer Familie beteiligt sind. Hier besteht seitens des Gesetzgebers stets der Verdacht, dass die Geschäfte der Gesellschaft von der verwandtschaftlichen Beziehung beeinflusst sind.

Also findet bei der steuerlichen Beurteilung einzelner Sachverhalte - etwa der Angemessenheit einer Gewinnausschüttung - ein Fremdvergleich statt.

Im Falle der Familiengesellschaft prüft das Finanzamt nunmehr, ob die Dividende - gemessen an der Höhe der Beteiligung, dem Umsatz der Gesellschaft und der wirtschaftlichen Situation - dem entspricht, was üblicherweise unter Dritten ausgezahlt wird.

Ein ähnlicher Vergleich findet auch bei der Beurteilung von verdeckten Gewinnausschüttungen statt. Das Finanzamt überprüft hier, ob die Leistung eines Gesellschafter auch an einen fremden Dritten gewährt worden wäre.


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