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Eheähnliche Lebensgemeinschaft

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Durch die Reformierung der Gesetzgebung im Jahre 2006 verschwand der Begriff eheähnliche Lebensgemeinschaft nach über 50 Jahren aus dem Sozialgesetzbuch. Die eheähnliche Lebensgemeinschaft wurde durch die Bedarfsgemeinschaft ersetzt, die jetzt auch gleichgeschlechtliche Beziehungen fördert.

Die eheähnliche Lebensgemeinschaft ist ein Begriff, der oft im Zusammenhang mit der Zuerkennung öffentlicher Leistungen verwendet wurde. Der Gesetzgeber hatte die eheähnliche Gemeinschaft mittlerweile den Ehen weitestgehend gleich gestellt. Vor- und Nachteile für die eine oder andere Lebensform wurden somit ausgeräumt. Die Gesetzgebung wurde den tatsächlichen Lebensbedingungen in Deutschland angepasst.

Für die Anerkennung der eheähnlichen Lebensgemeinschaft waren feste Voraussetzungen vorgeschrieben. Die Lebensgemeinschaft musste auf Dauer angelegt sein und zwischen einem Mann und einer Frau existieren. Es mussten beispielsweise Bindungen vorhanden sein, die das füreinander Einstehen begründen. Dies konnte die materielle Unterstützung sein, die sich durch ein gemeinsames Konto begründen ließ. Auch die Unterhaltsansprüche für ein gemeinsames Kind begründeten eine eheähnliche Lebensgemeinschaft.

Ausschlusskriterien für die Anerkennung einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft waren, wenn die Beziehung weniger als drei Jahre existierte und wenn noch eine tatsächliche Ehe geführt wurde. 


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