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Doppelte Haushaltsführung

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Die doppelte Haushaltsführung ist im Einkommensteuergesetz geregelt. Wenn ein Bürger fern seines Wohnortes einer Arbeit nachgeht und dadurch einen zweiten Wohnsitz benötigt, kommt die doppelte Haushaltsführung in Betracht. Die durch die Arbeit entstehenden Kosten können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Dabei ist es unwesentlich ob der Arbeitnehmer in einer eigenen Wohnung, einem möblierten Zimmer, einem Hotel oder in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnt.

Die vom Gesetzgeber eingeführte zeitliche Begrenzung der doppelten Haushaltsführung auf zwei Jahre, wurde vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Eine doppelte Haushaltsführung ist daher auf einen unbestimmten Zeitraum anrechnungsfähig.

Zu beachten ist lediglich, dass der Arbeitnehmer an seinem Wohnort einen eigenen Hausstand unterhält. Dies bedeutend, dass er für die Haushaltsführung allein zuständig ist bzw. entscheidend mitbestimmen kann. Für junge Leute, die noch bei ihren Eltern wohnen, ist die doppelte Haushaltsführung daher nicht möglich. Der Familienstand des Arbeitnehmers ist unwesentlich, auch Ledige können eine doppelte Haushaltsführung geltend machen.


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