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Bauabzugssteuer - Bemessungsgrundlage

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Seit dem Jahre 2002 ist für Bauleistungen, die ein Unternehmer (Leistender) für einen anderen Unternehmer (Leistungsempfänger) erbringt, von der Rechnung eine Bauabzugssteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Dies gilt nur für Bauleistungen, die für betriebliche Gebäude erbracht werden. Die Bauabzugssteuer beträgt 15 Prozent der Gegenleistung des Bauunternehmers.

Bemessungsgrundlage sind die erbrachten Bauleistungen. Hierzu gehören alle Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung oder der Änderung und Beseitigung von Bauwerken dienen (§ 48 EStG). Als Gegenleistung und Bemessungsgrundlage für die Einbehaltung der Bauabzugssteuer ist der Rechnungsbetrag für die erbrachte Bauleistung, zuzüglich der Umsatzsteuer, zugrunde zu legen.

Eine Bauabzugssteuer ist nicht vorzunehmen, wenn bestimmte Freigrenzen nicht überschritten werden. Diese Freigrenze beträgt 15.000 Euro ohne Umsatzsteuer, wenn die Leistung an einen Unternehmer mit umsatzsteuerfreien Umsätzen erbracht wird. Für die übrigen Fälle gilt eine Freigrenze von 5.000 Euro. Bei der Berechnung der Freigrenze sind mehrere Bauleistungen des gleichen Bauunternehmers innerhalb eines Kalenderjahres zu addieren.

Ein Steuerabzug muss nicht vorgenommen werden, wenn der Leistende eine gültige Freistellungsbescheinigung vorlegt.



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