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Bankgeheimnis

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Der Begriff Bankgeheimnis bezeichnet eine in Deutschland zumeist per Vertrag geregelte Pflicht der Kreditinstitute, die Daten ihrer Kunden nicht an Dritte weiterzugeben. Neben der finanziellen Situation der Kunden dürfen auch persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum und Wohnort nicht weitergegeben werden. Auch staatliche Institutionen dürfen außer in Ausnahmefällen keine Informationen erhalten. 

Gesetzlich betrachtet fällt das Bankgeheimnis unter den Schutz der Privatsphäre des Einzelnen, in den vergangenen Jahren wurde dies jedoch immer mehr gelockert, denn demgegenüber steht der Anspruch des Staates und dessen Bürger auf eine gleichmäßige Besteuerung von Zinseinnahmen und Vermögen. 

In der Regel werden jedoch nur Bezieher von öffentlichen Leistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und BAföG in begründeten Einzelfällen kontrolliert. Kritiker bezeichnen dieses Verhalten des Staates als eine Annäherung zum Überwachungsstaat.

Das Bankgeheimnis wird in der Regel vom Staat untergraben bzw. auf begründeten Verdacht hin untergraben. In der Regel besitzen Kreditinstitute kein Interesse an der Weitergabe der Kundendaten, denn dies schadet ihrem Ruf als wirtschaftliche Unternehmen.

Das Bankgeheimnis endet in der Regel mit dem Tod des Kunden. Nach diesem sind Kreditinstitute verpflichtet, jegliche Kundendaten an die Erbschaftssteuerstelle weiterzuleiten.


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