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Altersvorsorge - Eigenbeteiligung

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Durch das Altersvermögensgesetz wird seit dem Jahre 2002 die private Vorsorge besonders gefördert. Für zertifizierte Altersvorsorgeverträge wird ein Anreiz durch staatliche Zulagen geschaffen.

Diese Grund- und Kinderzulagen erhält allerdings nur derjenige in voller Höhe, der einen entsprechenden Anteil seines Bruttolohnes einzahlt. Anspruch auf die Zulage haben Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind oder als Beamte laufende Besoldung erhalten.

Für die volle Höhe der Zulage muss seit 2008 ein Betrag von 4 Prozent des Vorjahreseinkommens in den Rentenvertrag eingezahlt werden. Dieser Betrag gilt einschließlich der Zulagen. Folgende Beispielrechnung macht dies deutlich:

  • Vorjahreseinkommen 30.000 Euro hiervon 4 Prozent = 1.200 Euro
  • Grundzulage Ehemann = 154 Euro
  • Grundzulage Ehefrau nicht berufstätig = 154 Euro
  • Kinderzulage 1. Kind = 185 Euro
  • Kinderzulage 2. Kind höherer Satz ab Geburtsjahr 2008 = 300 Euro

Gesamtförderung somit = 793 Euro
Der Eigenanteil beträgt somit (1.200 – 793 Euro) = 407 Euro

Sollte durch eine hohe Kinderzahl oder ein geringes Einkommen die Gesamtsumme der Zulagen höher als 4 Prozent des Einkommens sein, würde der Eigenanteil auf Null sinken. Hier hat der Gesetzgeber aber einen Sockelbetrag von 60 Euro eingeführt. Dieser Betrag muss auf alle Fälle als Mindest-Eigenbeteiligung gezahlt werden.

(Stand: Oktober 2011)


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