<< Themensammlung Recht

19.06.15Kommentieren

Welche Rolle unser Unterbewusstsein bei der Lösung von Problemen spielt

Was hat Umsetzungskraft mit Neurobiologie zu tun?

Um Probleme zu lösen, greifen wir auf eine große Anzahl ausgefeilter Bewältigungsstrategien zurück. Dazu zählen beispielsweise Business Pläne, KVP, Forecasts, Strategiesitzungen, Leitbilder und Change-Prozesse. Dennoch gibt es zunehmend Führungskräfte, die ihre Umsetzungskraft in Frage stellen. Scheinbar ist alles klar, dennoch geht wenig vorwärts. Wie kann man die Umsetzungskraft stärken und welche Rolle spielt dabei unser Unterbewusstsein?

Positive und negative Gedanken

Das wissen wir alle. Unser Verstand denkt in Problemen: 3 Prozent unserer täglichen Gedanken (40.000-80.000) sind positiv - 25 Prozent negativ! Die restlichen 72 Prozent entziehen sich unserer bewussten Wahrnehmung. Als Lösungsansätze für Probleme dienen Business Pläne, KVP, Forecasts, Strategiesitzungen, Leitbilder, Change-Prozesse usw. Allerdings stellen immer mehr Führungskräfte ihre Umsetzungskraft in Frage.

Schwindende Umsetzungskraft

Um der schwindenden Umsetzungskraft auf die Schliche zu kommen, muss man den Begriff “Verstand” genauer definieren. Im Wesentlichen besteht dieses menschliche Vermögen aus zwei Teilen: Bewusstsein und Unterbewusstsein. Das Bewusstsein ist der analytische, kritische Teil. Auf dieser Ebene sind wir fast den gesamten Tag unterwegs - mit der Einschränkung, dass nur einen kleiner Ausschnitt der Realität wahrgenommen wird. Lediglich 10^3 von 10^11 Bit/s werden im Bewusstsein verarbeitet. Das Unterbewusstsein steuert unsere Körperfunktionen; im Unterbewusstsein spielen sich auch unsere Träume ab. Dass bedeutet, wenn wir schlafen, schaltet unser Bewusstsein ab und das Unterbewusstsein übernimmt das Kommando. Schlussendlich werden alle unserer Erinnerungen und Emotionen im Unterbewusstsein abgespeichert (siehe oben 10^11 Bit/s).

Praktisch gesehen, ist der Verstand - oder besser gesagt das Bewusstsein - weder kreativ noch innovativ. Warum sollte das auch so sein? Schließlich ist es die Funktion des Bewusstseins, Probleme zu erkennen und auf Basis abgespeicherter Muster (=Erfahrungen) abzuarbeiten. Kreativitätstechniken sind selten erfolgreich - darüber Schlafen kann hingegen hilfreich sein. Vor diesem Hintergrund kann folgende Arbeitshypothese aufgestellt werden: Probleme und deren Lösungen sind auf unterschiedlichen Bewusstseins-Ebenen angesiedelt.

Die Rolle des Unterbewusstseins

Wie können wir also unser Unterbewusstsein beeinflussen, damit es bei der Lösung von Problemen behilflich ist. Die Argumentationskette sieht wie folgt aus:

     

  • Wenn mir wirklich klar ist, wie ich es (in Zukunft) gerne hätte, dann …
    • wird sich meine Wahrnehmung verändern. Ich nehme wahr, was hilfreich ist.
    • fallen Entscheidungen, auch unbewusste, leichter.
    • spiegelt meine Umwelt mein Inneres (siehe dazu Spiegelneuronen).
    •  

  • Wenn sich mein Wunsch nicht erfüllt bzw. mein Problem nicht löst, weiß ich (vielleicht) nicht genau wie es sein soll.
  • Das ist kein Grund Probleme zu ignorieren aber es gilt, den Blick nach vorne zu richten.
  • Eine klare Vision (=Bild des Zielzustandes) erhöht die Umsetzungskraft.
  • Umsetzungskraft heißt, sich selbst kennen und manchmal nochmals darüber schlafen.
  •  

Autor: Dr. Patrick Fritz

Geschäftführer, FRITZ KG
Website des Autors
Dr. Patrick Fritz

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer