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Ordnungsgemäße Rechnung

Wie sieht eine ordnungsgemäße Rechnung aus?

Die Vorgaben für eine ordnungsgemäße Rechnungen sind in § 14  Abs. 4 des Umsatzsteuergesetzes festgehalten. Neben den gesetzlichen Bestandteilen sollten aber auch Angaben zur Zahlungsweise, Bankverbindung und Kontaktdaten nicht fehlen. Folgende Angaben müssen in einer Rechnung enthalten sein:

  1. vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,
  2. die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,
  3. das Ausstellungsdatum der Rechnung,
  4. eine fortlaufende Rechnungsnummer, die aus einer oder mehreren Zahlenreihen besteht. Diese Nummer wird zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben,
  5. die Menge und die handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,
  6. der Zeitpunkt der Lieferung oder der sonstigen Leistung, auch wenn Lieferungsdatum und Rechnungsdatum übereinstimmen. Bei Rechnungen über An- und Vorauszahlungen ist die Angabe entbehrlich, es muss aber erkennbar sein, dass über eine noch nicht erbrachte Leistung abgerechnet wird,
  7. die Aufschlüsselung des Entgelts nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10 UStG) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist (z. B. Skonto, Rabatt),
  8. der anzuwendende Steuersatz sowie der auf das Entgelt entfallende Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung ein Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt,
  9. bei Lieferungen oder Leistungen in Zusammenhang mit einem Gebäude oder Grundstück ( § 14b Abs. 1 Satz 5  UStG) ein Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers.
  10. Hinweis auf die Steuerschuld des Rechnungsempfängers, wenn ein Fall der Steuerschuldumkehr vorliegt, dann ist seit 2013 folgende Formulierung vorgeschrieben: " Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers".

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