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Rechnungsstellung

Was versteht man unter einer Rechnung?

Unter dem Begriff Rechnung versteht man jedes Dokument, mit dem eine Lieferung oder jede andere Leistung abgerechnet wird. Allerdings ist es nicht zwingend erforderlich, dass das Dokument im Geschäftsverkehr auch explizit als "Rechnung" bezeichnet wird. Stattdessen kann die Rechnung beispielsweise auch als Quittung oder Abrechnung benannt sein. Rechnungen müssen entweder in Papierform oder - insofern der Empfänger zustimmt – elektronisch ausgestellt werden. (§ 14 Abs.1 Nr.1 UStG).

Wer hat Anspruch auf eine Rechnung?

Hier muss zunächst zwischen Privatkunden und Unternehmen unterschieden werden. Privatkunden haben nur in bestimmten Fällen Anspruch auf eine Rechnung. So müssen Unternehmer, wenn sie Leistungen in Verbindung mit einem Gebäude oder Grundstück erbringen, auch privaten Kunden innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung eine Rechnung ausstellen. Für diese Rechnung gilt außerdem, dass sie einen Hinweis auf die zweijährige Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers enthalten muss. In allen anderen Fällen ist der Unternehmer nicht verpflichtet, dem Privatkunden eine Rechnung auszustellen - was er aber dennoch tun kann.

Handelt es sich beim Leistungsempfänger um ein Unternehmen oder um eine juristische Person, die nicht Unternehmer ist, so ist das Unternehmen, das die Leistung erbringt, verpflichtet innerhalb von sechs Monaten eine Rechnung auszustellen (§ 14 Abs. 2 Nr.2 UStG).

Zur Erleichterung der Kontrolle der Versteuerung von innergemeinschaftlichern Lieferungen und Leistungen in der EU gilt ab 2013 eine Rechnungsstellungsfrist. Die Rechnung über innergemeinschaftliche Lieferungen und Leistungen muss bis zum 15. des Folgemonats der Ausführung der Lieferung beziehungsweise der Ausführung der Leistung ausgestellt sein.

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