<< Themensammlung Rechnungswesen

Zahlungsunfähigkeit

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Wenn Privatpersonen oder Unternehmen aufgrund zu vieler finanzieller Forderungen, die an sie gestellt werden, dauerhaft nicht in der Lage sind, diese zu bedienen, liegt eine Zahlungsunfähigkeit vor. Laut Rechtsprechung kann eine Zahlungsunfähigkeit vorliegen, wenn der Schuldner fünf Prozent der ausstehenden Forderungen nicht begleichen kann und dieses nach Außen hin sichtbar ist.

Ist der Schuldner jedoch nur vorübergehend nicht in der Lage, die Rechnungen zu begleichen, weil er zum Beispiel selbst auf die Begleichung eigener Rechnungen wartet, liegt eine Zahlungsstockung vor.

Daher können Inkassobüros, die im Auftrag der Gläubiger die Forderungen eintreiben sollen, bei einem Misserfolg nicht sofort einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Sie müssen vielmehr mit dem Schuldner seine Gesamtsituation erläutern und unter Umständen einen Liquiditätsbilanz erstellen.

Ist der Schuldner nach Erstellung dieser Bilanz nicht in der Lage, mindestens zehn Prozent der an ihn gerichteten Forderungen in kurzer Zeit zu bedienen, muss die Zahlungsunfähigkeit angenommen und ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden.


zurück zur Übersicht >




Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer