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Schwarze Liste

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Ein Schuldnerverzeichnis, welches vom Amtsgericht geführt wird, nennt man umgangssprachlich Schwarze Liste. Alle Personen, die eine eidesstattliche Versicherung abgegeben haben, werden in einer solchen Liste erfasst. In der Vergangenheit wurde die eidesstattliche Versicherung als Offenbarungseid bezeichnet - seit dem Jahr 1999 wird sie durch die Gerichtsvollzieher abgenommen.

Der Schuldner muss sein gesamtes noch vorhandenes Vermögen verzeichnen. Durch diese Aufstellung der Vermögenswerte können nachfolgend die Gläubiger weitere Forderungsmöglichkeiten festlegen. Nach erfolgter Abgabe der eidesstattlichen Versicherung erfolgt der Eintrag in das Schuldnerverzeichnis, die sogenannte Schwarze Liste.

Wird die eidesstattliche Versicherung durch den Schuldner verweigert, kann der Gläubiger eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten veranlassen. Auch Kreditschutzvereine und andere Verbände führen eine Schwarze Liste. In diesen Verzeichnissen werden Schuldner angegeben, bei denen beispielsweise Zahlungeinstellungen vorliegen. Allerdings können hier falsche Angaben zu rechtlichen Schwierigkeiten führen und Schadenersatzansprüche aus fehlerhaften Daten erhoben werden.


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