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Schuldnerverzeichnis

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Das Schuldnerverzeichnis wird beim jeweiligen Amtsgericht geführt, an dem der Schuldner seinen Wohnsitz hat. Zuständig ist das Vollstreckungsgericht als Unterabteilung des Amtsgerichts.

Im Schuldnerverzeichnis werden persönliche Daten des Schuldners (Name, Adresse, Geburtsdatum) und Daten, die aus vollstreckungsrechtlicher Sicht erheblich sind, gespeichert.

Hierzu zählen in erster Linie Daten über eine eventuelle Abgabe der eidesstattlichen Versicherung (früherer Offenbarungseid) des Schuldners.

Auskünfte aus der Schuldnerkartei sind in erster Linie für Geschäftspartner des Schuldners (Kann man mit dieser Person noch guten Gewissens Geschäfte abschließen?) und potentielle Vermieter interessant (Wird die Person ihre Miete bezahlen?).

Bei einem vorhandenen Eintrag in der Schuldnerkartei kann auf Antrag eine Abschrift des Vermögensverzeichnisses des Schuldners übersandt werden.

Das Vermögensverzeichnis war bei der eidesstattlichen Versicherung des Schuldners vor dem Gerichtsvollzieher nach bestem Wissen und Gewissen auszufüllen.

Der Gläubiger kann anhand des Vermögensverzeichnisses nun feststellen, ob und gegebenenfalls welche vollstreckunsrechtlichen Maßnahmen (Gehaltspfändung, Kontopfändung, Eintragung einer Sicherungshypothek) er gegen den Schuldner unternehmen kann.


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