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Pfändung

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Pfändung ist eine vom Vollstreckungsgericht (Amtsgericht) ausgesprochene und zur Befriedigung von offenen Forderungen eines Gläubigers dienende Art Zwangsvollstreckung. Durchgeführt wird sie im Privatrecht vom Gerichtsvollzieher, im öffentlichen Recht vom Vollziehungsbeamten. Angewendet wird die Pfändung, wenn ein Schuldner die offenen Forderungen seiner Gläubiger nicht bezahlen kann. Ihre Funktion ist somit die auf Antrag eines Gläubigers vorgenommene Beschlagnahme von pfändbaren Gegenständen, die seinem zahlungsunfähigen Schuldner gehören.

Ein Gläubiger kann die Verwaltung der offenen Forderungen seinen Schuldnern gegenüber einem Inkassounternehmen übergeben. Dieses kümmert sich um das Inkasso und darum, die Befriedigung seiner Forderungen erfolgreich durchzusetzen. Es schreibt Mahnungen, leitet gerichtliche Mahnverfahren durch Mahnbescheide ein, bis hin zum Vollstreckungsbescheid sowie Pfändung.

Um die Forderungen der Gläubiger zu befriedigen, werden die gepfändeten Gegenstände des Schuldners vom Amtsgericht versteigert. Übersteigt der dabei erzielte Erlös die Forderungen, wird der Rest dem Schuldner übergeben. Neben der Sachpfändung sind auch Lohnpfändung, Kontenpfändung, Pfändung der Ansprüche aus Lebensversicherungen oder Steuererstattungen möglich.


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