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Offenbarungseid

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"Offenbarungseid" ist ein veralteter Begriff für eine eidesstattliche Versicherung im Rahmen einer Zwangsvollstreckung. Seit 1970 wird dieser Begriff aber nach dem Gesetz durch die nun aktuelle Bezeichnung "Eidesstattliche Versicherung der Vollständigkeit und Richtigkeit der im Vermögensverzeichnis gemachten Angaben" ersetzt.

Umgangssprachlich wird der alte Begriff "Offenbarungseid" aber weiterhin verwendet. Um den Gläubigern einen Einblick und eine Übersicht über die wirtschaftlichen Verhältnisse eines Schuldners zu ermöglichen, muss dieser ein lückenloses Vermögensverzeichnis vorweisen und einen Eid ablegen, in diesem Verzeichnis alle ihm bekannten Angaben zu seinem eigenen Vermögen nach bestem Wissen und Gewissen und vor allem vollständig gemacht zu haben.

Es dürfen also keinerlei Vermögensgegenstände in diesem Verzeichnis fehlen und somit verheimlicht werden. Die Vorlage einer unrichtigen oder unvollständigen eidesstattlichen Versicherung ist unter Vorsatz strafbar. Für die Abnahme dieser Vermögensliste ist ein beauftragter Gerichtsvollzieher zuständig, welcher dann selbst auch eine eidesstattliche Erklärung abzugeben hat, dass das Vermögensverzeichnis richtig ist und keine Lücken aufweist.


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