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Drittschuldner

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Eine natürliche oder juristische Person wird als Drittschuldner bezeichnet, wenn eine Forderung durch den ursprünglichen Schuldner geltend gemacht werden kann.

Kreditinstitute, Arbeitgeber oder Versicherungsträger werden im Inkassoverfahren durch die entsprechenden Pfändungen des Guthabens eines Schuldners (Bankguthaben, Fortlaufende Lohnzahlungen oder Ansprüche aus Lebensversicherungen oder ähnlichem) als Drittschuldner in Anspruch genommen.

Gemäß § 840 ZPO ist der Drittschuldner auf Verlangen des Gläubigers verpflichtet eine "Drittschuldnererklärung" im Rahmen eines Pfändung- und Überweisungsbeschlusses abzugeben.

Die Drittschuldnererklärung umfasst die Forderungsanerkennung sowie die Auskunft über die Zahlungsbereitschaft. Weiter beinhaltet sie, ob die Forderung von anderen Personen in Anspruch genommen wird und falls vorhanden die Auskunft über weitere Gläubiger mitsamt deren geltend gemachten Ansprüchen.

Gegenüber dem Gerichtsvollzieher kann diese mündlich bei Zustellung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses abgegeben werden oder schriftlich innerhalb einer gesetzten Frist.


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