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17.04.16Kommentieren

Personalmarketing

Via Sabbatjahr im Bereich Employer Branding punkten

Im Januar 2016 haben deutsche Unternehmen mehr als 234.000 Stellenanzeigen veröffentlicht. Vergleicht man diese Zahl mit der des Jahres 2015, so ist sie um rund zwei Prozent angestiegen. Da sich Unternehmen zunehmend mit einem Mangel geeigneter Fach- und Führungskräfte konfrontiert sehen, stehen sie heute vor der Herausforderung, bessere Anreize für potenzielle Bewerber zu schaffen. Das bedeutet, dass auch größere Firmen sich mittlerweile stärker um zukünftige Mitarbeiter bewerben müssen.

Sabbatjahr als Employer BrandingBildquelle: dbunn - Fotolia.com

Was bedeutet Employer Branding?

Unter dem Begriff Employer-Branding versteht man das Marketingkonzept eines Unternehmens, sich selbst als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Mit dem Konzept wird konkret das Ziel verfolgt, sich von den anderen Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt abzuheben, denn indem ein Unternehmen eine sympathische Arbeitgebermarke schafft, gestaltet es sich gleichzeitig auch für potenzielle Bewerber attraktiver. Durch diese Bemühungen zielen Betriebe folglich darauf ab, die Zahl ihrer Bewerber zu erhöhen.

Zunehmende Bedeutung der Work-Life-Balance 

Im Hinblick auf die Jobsuche rücken die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer mehr in den Fokus von Arbeitnehmern. Viele Arbeitgeber tragen dem bereits Rechnung und bieten potenziellen Bewerbern

  • Homeoffice
  • flexible Arbeitszeiten oder
  • Kinderbetreuungs-Angebote.

Einige Arbeitnehmer wünschen sich darüber hinaus, im Laufe ihrer beruflichen Karriere eine Auszeit von ihrem Job nehmen zu können, die von längerer Dauer als der normale Sommerurlaub ist. Sie möchten in fremde Länder verreisen, sich mehr um ihre Familie kümmern, oder einfach die Seele baumeln lassen. Hinterher wollen sie wieder regulär in ihren Job einsteigen und weiterarbeiten, ohne dass sie dabei Angst vor einer Kündigung haben müssen. Aus diesem Grund stellen immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern in Aussicht, ein Sabbatjahr – auch Sabbatical genannt – in Anspruch zu nehmen.

Sabbatjahr und Sabbatical - Was ist das genau?

Diese Frage greift sabbatical now in dem Video auf und erklärt den Ursprung und die Bedeutung des Sabbatical und Sabbatjahr.

Wie ist ein Sabbatjahr geregelt?

Der Trend, eine längere Auszeit in Form eines Sabbaticals umzusetzen, wird mittlerweile auch in einigen großen Konzernen wie Volkswagen oder Siemens umgesetzt. Mitarbeiter können diese Option in Anspruch nehmen, wenn sie für eine bestimmte Zeit in der jeweiligen Firma gearbeitet haben. Zwischen 80 und 90 Prozent aller deutschen Firmen bieten ein Sabbatical aber noch nicht an. Möchte ein Angestellter ein Sabbatjahr in Anspruch nehmen, passiert dies unentgeltlich und auf sein eigenes finanzielles Risiko. Arbeitnehmer müssen deshalb zunächst Geld sparen, um die Zeit ihres Verdienstausfalls zu überbrücken. Manchmal kann das ein oder zwei Jahre Vorlaufzeit bedeuten. Außerdem muss ein Sabbatical nicht zwingend für ein Jahr beansprucht werden, sondern es kann auch eine Auszeit von drei oder sechs Monaten genommen werden. Meist genügt das, um danach frisch und erholt wieder in das Arbeitsleben zurückzukehren. Für Arbeitgeber ist es daher wichtig, die Länge im Vorfeld zu besprechen und schriftlich festzuhalten. Viele weitere nützliche Informationen zum Thema Sabbatjahr kann man bei sabbatjahr.org nachlesen.

Vorteile für Unternehmen

Aber nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Unternehmen selbst können bei entsprechender Planung von Sabbaticals ihrer Mitarbeiter profitieren:

  • Das Angebot macht ein Unternehmen für potenzielle Bewerber interessant
  • Die Kosten durch krankheitsbedingte Ausfälle sinken
  • Eine personelle Veränderung kann sich positiv auf das ganze Team auswirken
  • Angestellte kommen erholt und leistungsfähig zurück
  • Mitarbeiter, denen diese Möglichkeit offen steht, bleiben länger im Unternehmen.

In manchen größeren Unternehmen treffen Arbeitnehmer sogar auf eine Art „Pflicht-Sabbatical“. Das bedeutet, dass Manager der oberen Führungsebenen zur Erholung und zur Burn-out-Prävention ungefähr alle fünf Jahre für einige Monate nach Hause geschickt werden. Das beugt beruflicher Überlastung vor und schafft zusätzlich einen Leistungsanreiz.

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