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Aktuelles zur Personalarbeit für Gründer und Selbstständige

01.12.05Kommentieren

INNOVATIV FÜHREN

Fördern Sie das Potenzial Ihrer Mitarbeiter – zum Wohle Ihres Unternehmens

Wie reagieren Sie, wenn ein 25jähriger Mitarbeiter, den Sie erst vor 9 Monaten eingestellt haben, mit dem Wunsch zu Ihnen kommt, sich unternehmensintern weiterbilden zu wollen?

Fördern Sie das Potenzial Ihrer Mitarbeiter – zum Wohle Ihres Unternehmens

Vertrösten Sie ihn, weil Sie

  • keinen aktuellen Grund hierfür sehen?
  • das Risiko fürchten, er könnte irgendwann einmal Ihren Führungsbereich verlassen?
  • der Ansicht sind, Ihr Mitarbeiter besitzt keine „ausbaufähigen Stärken“?
  • der Ansicht sind, das Tätigkeitsgebiet Ihres Mitarbeiters ist genau das Richtige für ihn?
  • nicht wollen, dass er irgendwann besser ist als Sie und dann unter Umständen „an Ihrem Stuhl sägt“?

Wenn Sie den meisten dieser Aussagen zustimmen, verkennen Sie, dass Kompetenzentwicklung und Nachwuchsförderung im Prinzip eine Form von Wissensmanagement ist. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter weiterentwickeln, investieren Sie folglich in die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens – vorausgesetzt, Sie

  • orientieren die Ziele der Kompetenzentwicklung an der Strategie Ihres Unternehmens,
  • managen die Ressource „Wissen“ genauso wie die anderen Produktionsfaktoren Kapital, Arbeit oder Energie und
  • betrachten Qualifikationsmaßnahmen nicht als Gratifikation für positive Leistung. 

So gehen Sie vor: Entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter immer bedarfsgerecht

Sehen Sie es nicht nur als eine Routineaufgabe an, auf das Potenzial Ihrer Mitarbeiter zu achten, sonderninformieren Sie sich auch regelmäßig unternehmensweit darüber, darüber, wo Bedarf an entsprechend qualifizierten Kräften besteht.

Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter zugleich, sich selbst in Bezug auf die angestrebte Rolle/Aufgabe darüber Gedanken zu machen,

  • wo ihre Potenziale liegen,
  • was sie interessiert,
  • wohin sie sich entwickeln wollen.

Noch immer herrscht nämlich bei vielen Mitarbeitern die klassische Haltung vor: „Die Firma hat mich eingestellt. Ich soll hier das und jenes tun. Die Firma behält sich das Recht vor, mich einzusetzen, wo es ihr beliebt. Also trete ich auch meine Kompetenzentwicklung an das Unternehmen ab.“ – Längst sind jedoch die Zeiten stabiler Arbeitsbeziehungen vorbei, als die Unternehmen sichere Arbeitsplätze boten und die Arbeitnehmer loyal ihre Arbeitsleistung einbrachten. Heute wird in der Regel von diesen erwartet, dass sie

  • sich selbstverantwortlich und mit eigener Initiative einbringen und
  • auch selbst etwas für die eigene Beschäftigungsfähigkeit tun. – Frei nach dem Motto: „Niemand kennt dich besser als du selbst – nun mach etwas aus dir“.

Wenn also Ihr 25jähriger Mitarbeiter auf Sie zukommt und Sie um eine Weiterbildung bittet, dann laden Sie ihn zu einem Entwicklungsgespräch ein:

  • Fragen Sie ihn nach seinen Zielen, Interessen, Erwartungen und Wünschen.
  • Definieren Sie ihm gegenüber Ihre Einschätzung bezüglich seiner Stärken und vergleichen Sie seine Selbsteinschätzung mit der Ihren.
  • Besprechen Sie gemeinsam die derzeitigen betrieblichen Notwendigkeiten und Möglichkeiten. Handeln Sie auf dieser Basis konkret aus, ob Ihr Unternehmen oder Ihr Mitarbeiter die Kosten für dessen Qualifizierungsmaßnahme (Co-Invest) trägt.
  • Gibt es Bedarf von Seiten Ihres Unternehmens, dann übernimmt dieses auch die Kosten und stellt die Arbeitszeit zur Verfügung.
  • Besteht jedoch unternehmensseitig kein Bedarf, muss der Mitarbeiter seine persönliche Weiterqualifikation selbst bezahlen – sofern er nicht so lange warten möchte, bis es wieder entsprechenden Bedarf in Ihrem Führungsbereich/Unternehmen gibt.
  • Fassen Sie anschließend das Gespräch in einem Entwicklungsplan zusammen:

Muster-Entwicklungsplan

Name des Mitarbeiters:
Bernd Schneider, Abteilung: FP 1
Termin des Entwicklungsgesprächs:
22.02.06
Entwicklungszeitraum (Monat/Jahr):
bis 08/06
Folgende Ziele werden vereinbart:
Projektvorbereitung, -organisation
...
Das Ziel wurde erreicht am:
bisher noch nicht vollständig erreicht
...
Folgende Entwicklungsmaßnahmen wurden vereinbart:
Herr Schneider besucht zunächst auf eigene Kosten eine berufsbegleitende Weiterbildung.

Jutta Gröschl

 

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