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12.08.14Kommentieren

Interview

Coach oder Trainer – was wird gebraucht?

Carsten Somogyi, unabhängiger Referent, Trainer und Mentalcoach inspiriert Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht immer der Mensch. Sein Blick in die Seele verhilft zu tiefgreifenden Erkenntnissen und neuem Handeln.

Wie unterscheiden Sie den Coach vom Trainer?

Ein Trainer gewährleistet den Wissenstransfer, bildet aus, und trainiert Methoden. Trainings dienen dem gezielten Auf- und Ausbau bestimmter Verhaltensweisen, dem Erlernen des „idealen Vorgehens“.  Individuelle Bedürfnisse sind wichtig, es geht aber vorrangig um Verhaltensweisen.

Der Coach dagegen arbeitet „am Menschen“, an seinem Inneren, reflektiert und gibt Hilfe zur Selbsthilfe. Er begleitet den Klienten dabei, (s)eine eigene Lösung zu finden. Der Coach nimmt ihm nichts ab, gibt lediglich Hilfe zur Selbsthilfe, während ein Trainer mögliche Lösungen vorgibt und trainiert.

Obwohl viele Mitarbeiter gut ausgebildet und fachlich versiert sind gibt es Probleme, die sich im Inneren des Einzelnen begründen. Es gilt versteckte Glaubenssätze, Verhaltensmuster, ungesunde Abhängigkeiten, Ängste und alte Überzeugungen zu erkennen und aufzulösen. Jedes veränderte „DenkFühlHandeln“, dem eine individuelle Entscheidung vorausgeht, bringt die ersehnte Änderung der äußeren Lebensumstände. Das ist die Wechselwirkung des „Ursache- Wirkungsprinzips“. Deshalb ist es mir so wichtig, einen Bewusstwerdungsprozess anzustoßen. Da liegt der Schlüssel zur Zufriedenheit, zu Erfolg, Freiheit, Glück und auch Gesundheit.

Wann nimmt ein Unternehmen Ihre Hilfe in Anspruch?

Ich werde meist gerufen, wenn entweder die Umsatzzahlen nicht mehr stimmen oder zunehmende Unzufriedenheit, Frust, Ärger, Unlust (soll heißen: Dienst nach Vorschrift) und Desinteresse die Stimmung der Mitarbeiter beschreibt. Dann wird ein objektiver Blick von außen nötig. Wenn ein Mitarbeiter innerlich schon gekündigt hat, führt die Ratlosigkeit und Verzweiflung oft auch zu Krankheitsausfällen.

Was raten Sie den Unternehmen, um Veränderungen zu erzielen, um auch Höchstleistungen zu bewirken?

Das Vermögen eines Unternehmens ist das, was seine Mitarbeiter „vermögen“. Ich gehe davon aus, dass es annähernd zu 80 Prozent am Mitarbeiter selbst liegt, wie sein Wohlbefinden ist. Er selbst ist verantwortlich für seine Einstellung und innere Motivation. Die anderen 20 Prozent kommen von außen, werden also von den Rahmenbedingungen bestimmt. Wenn es nun im Unternehmen darum geht, etwas für die Mitarbeiter zu tun, ist immer ganz schnell die Rede von weniger Druck, flexibleren Arbeitszeiten und mehr Pausen. Wenn man aber weiß, dass der Mitarbeiter selbst den größten Einfluss auf seine Leistungsfreude hat, dann sollten Führungskräfte ihn dabei unterstützen. Dazu müssen sie nah am Menschen und nah am Geschehen sein.

Es ist wichtig, dass sie dabei stets den Menschen wertschätzend und respektvoll gegenüber treten. Führung wird gerne angenommen‚ „vorgeführt werden“ dagegen nicht.

Ich verstehe Führung nicht als Privileg, sondern als Dienstleistung.

Menschen sind zu Topleistungen fähig, wenn man ihnen Freiraum zur Entfaltung lässt, ihre Arbeit einen erkennbaren Sinn ergibt, sie ein Ziel haben und sich auch selbst motivieren können. Das gilt natürlich auch für Spitzenleistungen in Teams. Sie sind nur möglich, wenn jedem Einzelnen bewusst ist, welche individuellen Stärken ihn ausmachen und niemand sich vor Fehlern fürchten muss.

Es gilt die individuellen Stärken jedes Teammitgliedes zu eruieren, zu fördern und sinnstiftend für ein Projekt, eine Aufgabe - also letztendlich konstruktiv für die Firma einzusetzen.

Carsten Somogyi liebt es, Menschen unkonventionell wachzurütteln und Mut zu machen.

Kurzportrait
Carsten Somogyi ist unabhängiger Referent, Trainer und Mentalcoach. In seiner Arbeit inspiriert er Führungskräfte und Mitarbeiter zu neuem „DenkFühlHandeln“ und verhilft zu tiefgreifenden Erkenntnissen. Der Mensch steht im Mittelpunkt, egal was trainiert wird. Es geht immer um die Entwicklung der Persönlichkeit.

Als Speaker nutzt er dabei philosophische Ansätze sowie persönliche Erfahrungen aus dem Profisport und begeistert als ehemaliger Geschäftsführer die Teilnehmer durch probate Kenntnisse der freien Marktwirtschaft.

Unter Coaching versteht Carsten Somogyi die Begleitung des Menschen zur inneren Freiheit, zu autarkem Selbstwert und Selbstbestimmung. Für den Experten polarisierender Glaubenssätze im Unterbewusstsein ist das „Erkennen des Selbst“ elementar.

Als Trainer steht Carsten Somogyi allen Unternehmen zu Verfügung, die ihre Mitarbeiter durch professionellen Wissenstransfer qualifizieren möchten.

Neben jahrzehntelanger Erfahrung im Einzelcoaching, in Seminaren und Trainings bildete sich Somogyi in den Bereichen Profiling, Verhaltenspsychologie, Individual-, Mental- und Persönlichkeitstraining ständig weiter. Ebenso arbeitet er mit kognitiver Verhaltenstherapie und der Methodik ganzheitlicher Symptombehandlung.

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