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05.05.10Kommentieren

Zeitmanagement

Chaos oder Ordnung - wie muss Ihr Zeitmanagement funktionieren?

Ihr Schreibtisch ein Schlachtfeld. Meist verzetteln Sie sich, weil Sie mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Und nennen sich beschönigend multitaskingfähig. Wichtige Infos müssen Sie immer wieder unter Papierbergen hervorkramen. Sie beginnen, am Nutzen jeglichen Zeitmanagements zu zweifeln - vielleicht passt aber einfach nur das klassische Zeitmanagement nicht zu Ihnen?

Nicht für jeden eignet sich das klassische Zeitmanagement

Wenn es Ihnen auch so geht, dass Sie eher zu den "Chaoten" zählen, obwohl Sie bereits das dritte Zeitplanbuch gekauft haben,  zählen Sie wahrscheinlich zu den Menschen, die bevorzugt ihre rechte Gehirnhälfte benutzen.

Assoziation statt Logik

Das bedeutet, Sie denken eher assoziativ in Bildern und weniger logisch abstrakt. Das eine ist an sich nicht schlechter als das andere, nur anders.

Klassisches Zeitmanagement ist "linkshirnig"

Das klassische Zeitmanagement bevorzugt nur leider - wie die meisten Managementtheorien - die Menschen, die bevorzugt linkshirnig denken. Das heißt, die Welt eher nüchtern analytisch und logisch zu betrachten, gilt in den meisten Branchen als besser und professioneller. Entsprechend lauten auch die bekannten Grundregeln des klassischen Zeitmanagements immer sehr ähnlich.

Wie zum Beispiel solche Regeln: "Definieren Sie Ihre Jahresziele und leiten Sie  daraus Monats-, Wochen- und Tagesziele ab." Und weiter geht es: "Notieren Sie immer am Abend alle Aufgaben für den nächsten Tag. Priorisieren Sie anschließend nach Wichtigkeit." Und so weiter und so fort. Anschließend sollen Sie nur noch eine Aufgabe nach der anderen abarbeiten. Hört sich einfach und logisch an - ist es aber nur für einen "Linkshirner".

Lassen Sie sich in kein Zeitmanagement-Korsett zwängen

Rechtshirnigen "Chaoten" ist mit den üblichen Ratschlägen für linkshirnige "Ordnungs-Fanatiker" wenig geholfen. Daraus aber den Schluss zu ziehen, ein Zeitmanagement bringe Ihnen nichts, wäre falsch. Falsch wäre aber auch, zu glauben, dass Sie jemals ein penibler Planer werden. Dies zu versuchen, wird Sie nur noch mehr frustrieren. Menschen sind eben verschieden. Sehr verschieden. Das sollten Sie akzeptieren und Ihren Lösungsweg suchen.

Planen Sie als "Rechtshirner" Ihre Arbeit so, dass Ihnen flexible Arbeitsabläufe möglich bleiben. Machen Sie sich klar, dass andere eventuell Ihre Arbeitsweise nicht immer durchschauen können, diese deswegen aber nicht weniger ergebnisorientiert ist. Sie können mit den Jobs jonglieren, Ihr penibler Kollege nicht.

Sie wollen doch nicht den Spaß an Ihrer Arbeit verlieren, weil Sie sich in ein Korsett gesperrt fühlen? Planen Sie Ihren Arbeitstag nicht linear durch. Das ist nicht Ihre Arbeitsweise: Um 9 Uhr bearbeite ich Akte A und pünktlich um 10 Uhr Akte B. Bestimmen Sie grob Zeiträume für bestimmte Aufgabentypen - zum Beispiel für konzeptionelle oder administrative Aufgaben.

Visualisieren Sie komplexe Aufgaben z.B. mit Mindmaps 

Stehen Sie vor komplexeren Aufgaben, sollten Sie diese visualisieren. Das bewährte Mindmapping eignet sich sehr gut für „Rechtshirner“. Schreiben Sie dazu Ihr Hauptthema in die Mitte eines leeren Blattes. Ordnen Sie rund um diese Aufgabe alle Teilaufgaben an, die Sie erledigen müssen, damit Sie Ihren Job erfüllen. So machen Sie sich ein Bild von Ihrer Aufgabe.

Möglicherweise kommen Sie auch besser mit Post-it-notes zurecht, als mit starren ToDo-Listen. Heften Sie Notizen zu Ihren Einzelaufgaben zum Beispiel an Ihren Monitor. So können Sie nicht nur bildhaft mit Ihren Aufgaben jonglieren, sondern auch im wörtlichen Sinne mit Ihren Post-it-notes. Verschiebt sich etwas, ändern Sie die Reihenfolge Ihrer Notizen. So arbeiten Sie organisiert und vergessen keine Aufgabe, selbst wenn Sie diese zwischenzeitlich liegen lassen müssen.

Arbeiten Sie mit Ihrem eigenen Ordnungssystem

Nutzen Sie zusätzlich verschiedenfarbige Textmarker, Etiketten und Klebepunkte, denen Sie jeweils eine bestimmte Bedeutung zuordnen - zum Beispiel „wichtig“ und „dringlich“ und „unter ferner liefen“. So entwickeln Sie Ihr eigenes Ordnungssystem, mit dem Sie stets den Überblick über Ihre Jobs und Termine behalten.

Und noch einen Vorteil hat diese Zettelwirtschaft: Haben Sie eine Aufgabe erledigt, können Sie den dazugehörigen Zettel genussvoll zusammenknüllen und mit Schwung in den Papierkorb werfen.

Weitere Anregungen und Tipps zum Thema "Professionelles Zeitmanagement" finden Sie im folgenden Video-Seminar:


Den kompletten Kurs finden Sie hier.

Zach Davis hilft Ihnen, zunächst die typischen Zeitfresser zu erkennen und Grundsätze für die Abarbeitung von Aufgaben zu schaffen. Räumen Sie auf – und zwar nicht nur Ihren Arbeitsplatz und Posteingang sondern auch bei sich selbst und Ihren zeitfressenden Angewohnheiten. Mit diesen 40 Zeitspartipps werden Sie zukünftig nicht nur produktiver und schneller arbeiten, sondern auch nachhaltig Ihr Stresslevel senken!


Mehr zum Thema "Zeitmanagement für Chaoten" finden Sie im Buch von Cordula Nussbaum, „Organisieren Sie noch oder leben Sie schon? Zeitmanagement für kreative  Chaoten“ oder unter www.Kreative-Chaoten.com


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