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26.05.17

Gastbeitrag

Unternehmen mitgestalten: Darum ist Arbeiten im Start-up so attraktiv


(Bild: Fotolia)

Viele Studierende verdienen sich neben dem Studium Geld dazu. Kellnern, Regale im Supermarkt einräumen oder als freier Mitarbeiter für die lokale Zeitung jobben: Die Spanne an typischen Studi-Jobs ist groß. Viele entscheiden sich in letzter Zeit aber für eine andere Möglichkeit: Arbeiten im Startup.

Warum ist diese Möglichkeit für Nebenjobber im Studium so attraktiv? Und wieso sollten auch Gründer auf die Möglichkeit setzen und Studierende in ihr Boot holen?

Arbeiten im Start-up: Große Vorteile zum Kellnern und Co.

Natürlich haben andere Jobs viele Vorteile für den Gelegenheitsjobber unter den Studierenden: Wer sich als Kellner ein paar Euro dazu verdient, hat Arbeitszeiten, die perfekt mit dem Studium harmonieren und kann vielleicht neben dem Gehalt auch noch etwas Trinkgeld einsacken. Das ist beim Arbeiten im Start-up oder sehr jungen Unternehmen meist eher anders. Viel zahlen können Gründer eher nicht und auch die Arbeitszeiten sind in den allermeisten Fällen eher lose Vorgaben - und man bleibt dann doch länger als gedacht.

Doch das Arbeiten im Start-up hat ganz andere Vorzüge. Wir präsentieren Ihnen fünf Vorteile, welche kein Werkstudentenjob bieten kann und man nur in Start-ups hat.

Von A bis Z mit an Bord

In großen Unternehmen, ob im Nebenjob während des Studiums oder einer festen Stelle, bekommt der Mitarbeiter immer nur einen kleinen Teil zu sehen: Man ist zuständig für ein Projekt, einen Aufgabenbereich oder arbeitet im kleinen Team an einem Zahnrad im großen Getriebe.

Im Start-up dagegen ist man immer mittendrin und bekommt viele unterschiedliche, immer wieder wechselnde Aufgaben - schließlich ist die Mannschaft meist überschaubar. Vielleicht hat man sogar Glück und darf von Beginn an mit dabei sein.

Keine Larifari-Praktikanten-Aufgaben

Weil das Team meistens klein ist, wird jeder gebraucht. Dass die Studi-Hilfskraft nur Kaffee kocht oder Akten abheftet ist beim Arbeiten im Start-up nicht möglich. Man bekommt Einblick in die frühen Momente eines Unternehmens und darf daran aktiv und tatkräftig mitwirken - und gewinnt so natürlich auch Erfahrungen, die kaum ein anderer Nebenjob im Studium bieten kann.

Wertschätzung und Zusammenhalt

Für die meisten Gründer sind Zusammenhalt und eine positive, attraktive Arbeitsatmosphäre enorm wichtig: Schließlich verbringen sie gefühlt 24/7 in ihrem Unternehmen und wollen sich auch selber wohlfühlen. Der typische Start-up-Geist mit Kicker und Gratis-Drinks ist auch für Studierende attraktiv, schließlich müssen sie dann auch nicht jeden Tag ihr Outfit zu Anzug oder Kostüm ändern.

Gleichzeitig bedeuten kleine Teams mit wenigen Mitarbeitern, dass die Arbeit jedes Einzelnen geschätzt wird. Fällt einer raus, ist das ein Problem! Darum werden die jungen Talente gehegt und gepflegt, wenn der Gründer klug agiert.

Flexibilität

In den allermeisten Fällen sind Gründer und junge Unternehmen sehr anpassungsfähig, was Arbeitszeiten und Co angeht. Spontan ein Termin in der Uni, weil der Dozent doch noch Zeit für das wichtige Gespräch hat? In großen Firmen mit strikten Zeiten und Personalbüros problematisch: Urlaub nehmen, Stunden schieben, alle informieren. Im Start-up kein Problem: Da der Chef meistens im selben Raum oder sogar selben Schreibtisch sitzt, genügt ein Hinweis und es findet sich schnell eine Lösung. Genauso ist es meistens mit Urlaub, Freizeit oder Einteilung der Arbeitszeiten bei Semesteranfang.

Aufstiegschancen? Aber ja doch!

Wer als Studierender neben dem Studium im Start-up jobbt und von Anfang an dabei ist, hat oft die Chance, auch nach dem Studium übernommen zu werden: Schließlich gehört die Hilfskraft zu den Mitarbeitern der ersten Stunde, kennt das Unternehmen von den Wurzeln an und ist durch das Studium super qualifiziert.

Geht es dem Start-up also gut und der entsprechende Erfolg ist da, sind die Aufstiegs- und Einstiegschancen für den ersten Job super.

Fazit

Natürlich sollte niemand unterschätzen, dass Arbeiten im Start-up auch kein Zuckerschlecken ist: Man bekommt meist vom ersten Tag an viel Verantwortung, mehr als in den meisten Nebenjobs für Studierende - und auch Aufgaben, die vielleicht das Können und den eigentlichen Aufgabenbereich übersteigen. Außerdem ist die Stelle alles andere als sicher, schließlich kann es auch sein, dass die Geschäftsidee nicht fruchtet und dann Mitarbeiter gehen müssen. Darauf muss man eingestellt sein.

Allerdings sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen - für Studierende und Gründer. Der Nebenjobber gewinnt einen attraktiven Job mit Verantwortung und Perspektive, während der Gründer einen motivierten, jungen und potenziell gut ausgebildeten Angestellten (für relativ wenig Geld) bekommt - mit Bindung und der Chance auf ein längerfristiges Arbeitsverhältnis. Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Autor: Bangert Nadja

Nadja Bangert ist Head of Operations von richtiggutbewerben.de und Expertin für digitale Jobprofile. Nachdem sie sich während des Studiums bereits mit Human Ressources und Controlling beschäftigt hat, konnte sie weitere Erfahrungen im Consulting für die Gastronomie sammeln, bevor sie ins Management des Bewerbungsservices wechselte.
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