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Ferienjobber

Hilfe durch Ferienjobber

Holen Sie sich Unterstützung durch Ferienjobber: Inventur, Lageraufräumen, besondere Marketingaktionen, Renovierung oder Telefondienst um nur einiges zu nennen, hier können bereits Schüler ein Unternehmen unterstützen. Was Sie als Arbeitgeber beachten müssen, welche gesetzlichen Vorschriften, welche Versicherungen oder Auflagen erfahren Sie hier.

Grundlagen

Bei einem Ferienjob handelt es sich immer um ein befristetes Arbeitsverhältnis, es sind daher die normalen Vorschriften des Arbeitsrechts zu beachten. Für Jugendliche gilt außerdem das Jugendarbeitsschutzgesetz. Es regelt wer, wann und wielange arbeiten darf.

Der Arbeitgeber muss für den Arbeitslohn Lohnsteuer nach den allgemeinen Vorschriften an das Finanzamt abführen. Die Lohnsteuererhebung kann nach der Lohnsteuerkarte oder als Pauschalbesteuerung erfolgen. Im Gegensatz zu früher hat das Einkommen der Kinder durch einen Ferienjob keine Auswirkungen mehr auf den Kindergeldanspruch der Eltern.

In den meisten Fällen besteht keine Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege-, Renten oder Arbeitslosenversicherung. Die Beschäftigung ist versicherungsfrei, wenn diese innerhalb eines Kalenderjahres nicht mehr als zwei Monate oder 50 Tage nicht übersteigen. Bei einer nur geringfügig entlohnte Beschäftigung entfällt ebenfalls die Versicherungspflicht in der Sozialversicherung für den Minijobber, anders für den Arbeitgeber dieser muss die Abgaben für Minijobs entrichten.

Da jeder Unternehmer bereits pflichtunfallversichert ist, fallen für den Arbeitgeber hier keine zusätzlichen Kosten an.

Es gibt aber eine Ausnahme: Nach der Schulentlassung ist es anders. Wenn sich an die Ferienarbeit eine Ausbildung anschließt, ist schon die Zeit des Ferienjobs versicherungspflichtig. Der weitere Schulbesuch sollte daher in irgendeiner Form nachgewiesen werden.

Das ist erlaubt

Unter 13 Jahren ist eine Ferienarbeit verboten.

Bis 15 Jahre dürfen nur leichte Arbeiten für zwei Stunden am Tag und nur an fünf Tagen in der Woche vergeben werden, z. B. Einkäufe erledigen, Zeitungen/Prospekte austragen, Babysitten. Die Eltern müssen zustimmen.

Ab 15 Jahren dürfen die Jugendlichen maximal vier Wochen im Jahr arbeiten, und zwar bis zu acht Stunden täglich oder 40 Wochenstunden. Die Arbeitszeit darf nur zwischen 6:00 und 20:00 Uhr liegen. Ausnahmen sind in der Landwirtschaft, Gastronomie und dem Gesundheitsdienst möglich.

Ab 16 Jahren ist die Arbeit zwischen 5.00 und 21:00 Uhr möglich, in Gaststätten auch bis 22:00 Uhr. In der Landwirtschaft sind zur Erntezeit neun statt acht Stunden täglich erlauft.

Ab 18 Jahren gelten die Schüler als Erwachsene. Nur wer bis zu 50 Tage im Jahr oder zwei Monate am Stück arbeitet, ist ein Ferienjobber. Alles darüber hinaus gilt als normale Beschäftigung.

Das ist nicht erlaubt

Schüler und Schülerinnen dürfen nicht mit gefährlichen Arbeiten, am Fließband oder im Akkord beschäftigt werden. Als gefährliche Arbeit gelten Arbeiten:

  • die die körperliche und seelische Leistungsfähigkeit übersteigen (z. B. Heben schwerer Lasten oder große Verantwortung)
  • bei denen die Jugendlichen sittlichen Gefahren ausgesetzt sind
  • die mit Unfallgefahren verbunden sind (z. B. Arbeiten mit gefährlichen Arbeitsmitteln)
  • bei denen die Gesundheit durch außergewöhnliche Hitze, Kälte oder starke Nässe gefährdet sind
  • bei denen sie schädlichen Einwirkungen von Lärm, Erschütterungen oder Strahlen ausgesetzt sind
  • bei denen sie schädliche Einwirkungen von biologischen Arbeitsstoffen nach Richtlinie 90/976/EWG, Gefahrstoffen nach dem Chemikaliengesetz ausgesetzt sind.

Ein Ferienjob an Samstagen, Sonntagen oder Feiertagen ist verboten. Ausnahmen gelten nach §§ 16 ff. JArbSchG z. B. in der Landwirtschaft, Gastronomie und dem Gesundheitsdienst, aber auch im Verkauf.

Das ist zu beachten

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Arbeitsplatz und die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass die Jugendlichen bei der Tätigkeit vor gesundheitlichen Gefahren geschützt sind. Er muss die vor Beginn der Beschäftigung über die Unfall- und Gesundheitsgefahren informieren und mit Möglichkeiten diese zu Vermeidung vertraut machen. Wird eine spezielle Schutzausrüstung benötigt, muss der Arbeitgeber diese zur Verfügung stellen.

Ausführliche Informationen können ind er Broschüre Aushilfsarbeit von Schülern und Studenten des bayerischen Staatsministeriums der Finanzen nachgelesen werden.

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