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10.12.14Kommentieren

Weboptimierung

Wenn das gute Bauchgefühl Traffic kostet

Das Ziel ist klar: bessere Conversion Rates für höhere Umsätze. Doch für langfristigen Erfolg ist es mit einer einmaligen Optimierung des Webauftrittes nicht getan. Nur wer kontinuierlich Optimierungspotentiale ermittelt und konsequent realisiert, kann bestehenden Traffic optimal nutzen und so manchem Trugschluss auf die Schliche kommen. Denn was auf den ersten Blick richtig, weil „logisch“, erscheint, muss nicht für jede Website gültig sein. Das zeigen auch die neuesten Analysen des Weboptimierungsspezialisten Maxymiser und der Hanseatic Bank. 


(Bild: Pixabay.de)

Mit Hilfe der integrierten Online-Testing-Plattform MaxTEST und den Maxymiser-Beraterteams konnte die Hanseatic Bank – allein durch die Verbesserung einer Call-to-Action Schaltfläche – die Zahl der GenialCard-Anträge um rund 60 Prozent steigern. Ein beeindruckender Erfolg, bei dem es sich jedoch nur um eine von vielen strategischen Weboptimierungsmaßnahmen handelt. 

Kontinuierliches Testing für langfristigen Erfolg

Seit mehreren Jahren passen die Hanseatic Bank und Maxymiser den Online-Auftritt der bundesweit tätigen Privatbank schon gemeinsam kontinuierlich den sich verändernden Bedürfnissen und Wünschen der Nutzer an. Optimiert wurden dabei, neben der Landing-Page der GenialCard, nicht nur eine Vielzahl von Einzelaspekten, sondern auch zentrale Layout-Elemente wie die Gesamtnavigation des Webauftritts.

Gemeinsam entwickeln die Verantwortlichen beider Unternehmen eine Strategie zur fortlaufenden Website- und Conversion-Optimierung (CXO) mit Hilfe komplexer Online-Tests, um so den Online-Auftritt der Privatbank stetig zu verbessern und anzupassen. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Customer Experience: Der Website-Besucher soll sich immer wohler fühlen.

So sollten mit der Positionierung von Trust-Symbolen, also etwa Prüf- und Gütesiegel bekannter Verbrauchervereine oder Prüforganisationen, auch auf der Landingpage der GenialCard sowie des DirektKredits der Hanseatic Bank die Zahl der abgeschlossenen Anträge weiter erhöht werden. Sie vermitteln dem Besucher Qualität und steigern das Vertrauen und – so zumindest die Theorie –Conversion Rates und Umsätze.

Um das erfolgreichste Layout zu ermitteln und später fest in den Online-Auftritt integrieren zu können, erstellten die Webdesigner zunächst verschiedene Varianten der betreffenden Websites, auf denen die Trust-Elemente jeweils unterschiedlich angeordnet und mit kurzen Erklärtexten versehen waren. Die einzelnen Varianten dieser sogenannten A/B/n-Tests wurden den Besuchern unbemerkt nach dem Zufallsprinzip dargeboten und ihr Interaktionsverhalten in Echtzeit beobachtet und ausgewertet.

Prüf- und Gütesiegel – (k)ein Garant für Erfolg?

Die Online-Testings zeigten jedoch schnell, dass die Hypothese nicht uneingeschränkt gilt. Denn: Während die Vertrauensverstärker auf der Seite der GenialCard kaum Verbesserungen brachten, war bei dem DirektKredit ein positiver Trend zu erkennen, der sich in rund vier Prozent mehr Leads manifestiert.

Das heißt, entgegen dem Bauchgefühl, erhöhten die gewählten Trust-Elemente im Falle der Hanseatic Bank nicht automatisch die Conversion auf der Landingpage. Vielmehr zeigten die Testresultate, dass es bei der Integration von Trust-Elementen darauf ankommt, diese in den natürlichen Lesefluss des Users zu setzen, und zusätzlich ausklappbare Erklärtexte einzubinden.

Ein überraschendes Ergebnis, das jedoch nicht ohne weiteres auf alle Online-Auftritte übertragbar ist, sondern immer von den jeweiligen Eigenheiten und Herausforderungen der Branche abhängt. Was für den Finanz- und Bankensektor gilt, kann für andere Branchen keine Gültigkeit haben oder nur unter völlig anderen Voraussetzungen funktionieren.

Autor: Michael Jonas

Michael Jonas

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