<< Weitere Artikel zum Thema Marketing

17.03.09Kommentieren

Neun Tipps für Firmengründer

Warum White Papers gerade für Start-ups so wertvoll sind

White Papers bieten gerade für Start-ups viele Vorteile. Wer eine Marktneuheit präsentiert, muss dafür sorgen, dass Kooperationspartner oder Investoren die ganze Tragweite der Innovation verstehen. Auch wer lange gebraucht hat, um eine neue Lösung zu finden, muss für Dritte erst einmal den informativen Anschluss bieten, damit diese überhaupt den Entwicklungssprung beurteilen können.

Ein Beitrag von Sybe Izaak Rispens

1. Betrachten Sie ein White Paper als  ein Businessplan für Ihre Ideen


Während der Businessplan vor allem Finanzen und Geschäftliches klärt, bietet ein White Paper Know-how: Es geht darum, Ihr Wissen und Ihre Vision zu vermitteln. Warum ist ihre Geschäftsidee so gut? Was ist der Entwicklungsstand Ihres Unternehmens? Wie viel Wissensvorsprung haben Sie auf Ihre Konkurrenz?

Dies erfordert klare Kommunikation, die komplexe Vorgänge vereinfacht darstellt, ohne zu banalisieren.

2. Informieren Sie, vermeiden Sie Werbung


In einem White Paper beschreiben Sie das spezifische Thema ihres Start-ups aus Expertensicht sachkundig und neutral - als technische Erklärung, wissenschaftliche Hintergrundbeschreibung, Fallstudie, Anwenderbeispiel oder Analyse. Informieren, überzeugen und begeistern Sie mit Ihrem Wissen.

Die Komplexität der Themen können Sie mit Broschüren oder sonstigen Werbematerial kaum vermitteln, da diese nur einen oberflächlichen Eindruck geben können, der Entscheidungsträgern - vor allem in der Gründungsphase - oftmals nicht ausreicht.

3. Richten Sie sich an Ihre Zielgruppe


Mit einem White Paper treten Sie an Entscheidungsträger heran. Dabei sollen die Personen, die sich nicht mit einzelnen Details befassen können, in die Lage versetzt werden, die Kernaussagen zu verstehen und zu bewerten. Ein White Paper ist daher im Sprachstil eines anspruchsvollen Magazins abgefasst – sachlich und informativ im Inhalt und seriös im Ausdruck.

4. Fassen Sie sich kurz, seien Sie offen


Ein White Paper beschränkt sich auf das Notwendige: Auf etwa 10 bis 30 Seiten - Vorgaben oder Einschränkungen bezüglich der Länge gibt es allerdings nicht - vergleichen Sie, machen sachkundig oder neugierig und setzen sich mit fachlichen Fragen auseinander. Ein White Paper stellt Ideen und Forschungsergebnisse offen dar. Vor- und Nachteile werden so ehrlich und objektiv wie möglich beleuchtet.

Das White Paper präsentiert Ihr Wissen in qualitativ hochwertigen Texten und Bildern, mit dem Ziel, die Leser zu informieren und ihnen bei Entscheidungen zu helfen.

5. Wecken Sie Vertrauen


Vertrauen ist schwer zu bekommen und geht sehr schnell wieder verloren. Nur mit einem White Paper, in dem Inhalt und Form zusammenpassen, in dem Rechtschreibung und Optik fehlerfrei sind und alle Details stimmen, können Sie Vertrauen und Reputation erlangen. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle: auch wenn sie sonst alles selbst machen wollen - engagieren Sie wenigstens eine(n) professionelle(n) Lektor(in). Denn Rechtschreib- und Detailfehler wirken sich gravierend aus auf das “gefühlte Vertrauen” in ihrem White Paper.

Dieses Vertrauen stärkt das Image Ihres Start-ups - nicht nur nach außen, sondern auch bei den an der Entwicklung Ihrer Produkte beteiligten Mitarbeitern, die ihre Arbeit oftmals zum ersten Mal professionell präsentiert sehen.

6. Zeigen Sie, dass Sie ganz vorne liegen


Mit einem White Paper zeigen Sie Partnern, Kunden und Investoren, dass Sie mit Ihren Ideen und Innovationen ganz vorne liegen. Aus einem White Paper geht Ihre spezielle Vision hervor. Sie präsentieren nicht nur Ihre komplexen Produkte und Dienstleistungen prägnant und professionell, sondern zeigen auch, welche Ideen und Vorstellungen Ihrer Arbeit zu Grunde liegen. Nutzen Sie dabei auch hochwertige Infografiken: diese vermitteln Fakten und komplexe Zusammenhänge. Zahlen und Daten lassen sich klar darstellen und werden so auf einen Blick richtig verstanden.

7. Nutzen die neue Online-Möglichkeiten zur Verbreitung Ihres Wissens


Vor allem für Firmenneugründer versagen oft klassische Online-Werbemethoden - denn moderne Surfer möchten nicht von einem unbekannten Start-up geworben, sondern informiert werden. Bunte Werbebanner werden weggeklickt oder blockiert, nach seriösen Informationen wird gezielt gesucht. Hier kann ein White Paper mit fundiertem Wissen zum Herunterladen nachhelfen. Damit ist das White Papers das ideale Instrument im Online-Marketing für Start-ups. Dazu wird es vorzugsweise als PDF-Dokument zum personalisierten Download zur Verfügung gestellt. Durch die Kompatibilität des Formats ist eine schnelle Verbreitung – sowohl an große heterogene als auch an kleine homogene Zielgruppen – garantiert.

8. Achten Sie darauf, dass Ihr White Paper gut für Suchmaschinen sichtbar ist


Der für Suchmaschinen lesbare Inhalt eines White Papers ist besonders wertvoll, denn Suchmaschinen bewerten hochwertige, sachliche Informationen in der Trefferliste höher als Seiten, die nur wenig relevante Informationen oder viel Werbung enthalten. Gute Inhalte beeinflussen das Suchmaschinen-Ranking positiv, führen zu Aufmerksamkeit, weiteren Verlinkungen und verschaffen letztendlich mehr Interessenten. Und das ganz ohne zusätzliche Kosten!

9. Sorgen Sie dafür, dass Ihre EDV eine Quantifizierung der Zielgruppenreaktion ermöglicht


Die Online-Verbreitung eines White Papers hat generell den Vorteil, dass eine Quantifizierung der Zielgruppenreaktion möglich ist. Online-Nutzerstatistiken und freiwillige Nutzerangaben können detailliert Auskunft darüber geben, auf wie viel Interesse Ihr White Paper stößt. Damit die Daten der Zielgruppe, die durch den Abruf des White Papers Interesse an Ihrem Start-up gezeigt haben, optimale Verwendung finden, ist auf eine nahtlose Anbindung zwischen Online-Auftritt und das Customer-Relationship-Management-System (CRM) zu achten. Nur so lässt sich der auf diese Art generierte Kontakt aktiv qualifizieren. Vor allem für Start-ups ist eine hohe Integration zwischen Content Management System und CRM eine technische Herausforderung, die nicht unterschätzt werden sollte.

Autor: Dr. -Ing. Sybe Izaak Rispens

Geschäftsführer
Website des Autors
Dr. -Ing. Sybe Izaak Rispens

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer