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28.02.12Kommentieren

Erfolgreiche Webseiten für Existenzgründer und junge Unternehmen

Warum Professionalität so wichtig ist!

Existenzgründern und jungen Unternehmen ist klar: Bei Kundenansprache, Kundenakquise und Kundenbindung spielt die eigene Website als weithin sichtbares Aushängeschild eine wichtige Rolle. Zwar haben frisch gegründete Unternehmen fast immer und meistens sehr schnell eine eigene Webseite. Allerdings ist die eigene Webseite oft so gestaltet, dass sie das, was sie eigentlich fördern soll, eher behindert.

Ein Beitrag von Prof. Dr. Bela Mutschler

Das, was ein junges Unternehmen braucht, ist eine Webseite, die das eigene Geschäft nachhaltig unterstützt. Gerade das erreichen aber oft die wenigsten Websites. Die Mehrheit der Webseiten leistet also weder zur Kundenansprache, noch zur Kundenakquise oder zur Kundenbindung einen signifikanten Beitrag.

Dies führt uns sofort zu folgender wichtigen Frage:

Was macht Webseiten von jungen Unternehmen eigentlich erfolgreich?

Die möglichen Antworten auf diese Frage sind vielfältig, situationsabhängig und deswegen auch nicht immer eindeutig zu benennen: Ein schickes Design? Gute Inhalte? Die Qualität des Textes? Wenige Funktionen? Viele Funktionen? Viele Besucher? Viele zufriedene Besucher? Eine perfekte Programmierung? Suchmaschinenoptimierung? Die Einbindung sozialer Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Google+? In einem kurzen Blogartikel kann auf obige Frage keine zufriedenstellende Antwort gegeben werden.
Stattdessen greift dieser Artikel gezielt einen einzelnen, übergeordneten Aspekt heraus, der leider viel zu häufig, gerade in der ersten Phase einer Existenzgründung, vernachlässigt wird: Die Professionalisierung des eigenen Webauftritts.

Was meint "Professionalisierung"?

Eine Webseite sollte nicht nur inhaltlich, sondern auch gestalterisch und technisch genau den Eindruck vermitteln, den man bei Kunden hinterlassen will. Trotzdem greifen viele Existenzgründer und junge Unternehmen gern und schnell auf "Hobby-Dienstleister" oder Billig-Agenturen zurück. Entsprechende Dienstleister zu übersehen ist fast unmöglich, schließlich ist die Anzahl an Anbietern auch im Low-Budget-Bereich extrem hoch. Trotzdem ist dies eine denkbar schlechte Idee.

Aber warum? Ganz einfach: Weil die wenigsten der besagten Hobby-Dienstleister und Billig-Agenturen in der Lage sind, das ganze für eine professionelle Webseite zu berücksichtigende Paket aus Gestaltung, Design, Text, Bildsprache, Programmierung und Suchmaschinenoptimierung anbieten können. Tatsächlich haben viele solcher Anbieter häufig nur etwas tiefergehendes Know-How im Umgang mit einem der populären Content Management Systeme (wie Typo3 oder Wordpress) und "verkaufen" dieses Know-How, nun, sagen wir mal vorsichtig, dann sehr selbstbewusst.

Was man stattdessen braucht, ist ein professioneller Dienstleister, also einen Dienstleister, der alle (oder fast alle) Puzzle-Teile einer erfolgreichen Webseite zusammensetzen kann. Die sich direkt ergebende Frage ist nun aber: Wie findet man denn nun genau den Dienstleister, den man braucht? Was zeichnet einen guten und professionellen Dienstleister aus?

Zur Dienstleisterproblematik

Ganz grundsätzlich ist anzumerken, dass man einen Dienstleister und seine Leistungsfähigkeit eigentlich immer erst nach einer längeren Zusammenarbeit wirklich einschätzen kann. Erst dann hat man (s)einen Dienstleister selbst erst richtig kennengelernt. Anders formuliert (und das ist eventuell eine schlechte Nachricht an dieser Stelle): Webseiten sind Vertrauensgüter. Ihr Erfolg lässt sich (fast) immer erst nach abgeschlossener Umsetzung und Onlineschaltung tatsächlich erfassen. Bis dahin zählt das Vertrauen in die Lösungskompetenz des gewählten Dienstleisters.

Wie schon gesagt, dies ist eigentlich eine schlechte Nachricht! Insbesondere ist diese Aussage nun auch nicht besonders hilfreich, wenn man eben einen neuen Dienstleister sucht. Tatsächlich sind gerade Existenzgründer und junge Unternehmen oft mit der Situation überfordert, dass von jetzt auf gleich ein guter Dienstleister gesucht und gefunden werden muss. Also was tun? Wie vorgehen? Worauf achten?

Drei Tipps zur Dienstleisterauswahl

1. Achten Sie auf das Leistungsspektrum des potenziellen Dienstleisters!
Wie schon erwähnt, gibt es viele Gestaltungsbereiche moderner und erfolgreicher Webseiten. Einzelpersonen sind kaum in der Lage, das gesamte(!) Kompetenzspektrum abzudecken, welches man braucht, um Webseiten erfolgreich zu machen.

Die Konsequenz: Womit man eigentlich am Besten fährt - gerade wenn "fromscratch" eine komplett neue Webseite erstellt werden soll - ist eine größere Full-Service-Agentur, die Designer, Texter, Programmierer und Suchmaschinenexperten einbringen kann. Hat man (später) bereits eine gute Webseite, kann aber auch das zielorientierte Einbinden hochspezialisierter (auch kleiner) Dienstleister sinnvoll sein.

2. Schauen Sie sich Arbeitsproben bzw. Referenzen des potenziellen Dienstleisters an!
Viele Dienstleister weisen von sich aus auf eigene Referenzkunden hin. Nehmen Sie sich genügend Zeit, sich mit den Referenzarbeiten auseinanderzusetzen. Dies ist notwendig, um die Freundlichkeit eines Dienstleisters nicht mit dessen Professionalität und Know-how zu verwechseln. Erste ist sicher schön und sicher auch nicht unwichtig, aber letztere ist entscheidend für den Erfolg der Website!

3. Führen Sie persönliche Auswahlgespräche mit potenziellen Dienstleistern!
Ausgangspunkt einer möglichen Zusammenarbeit mit einem Dienstleister sollte immer ein persönliches Treffen sein. Für ein solches Gespräch sollte man mindestens zwei Stunden einplanen. Oft gehen erste Sondierungsgespräche aber auch deutlich länger.
Wichtig: Ziel des ersten Gesprächs ist es, dem Dienstleister zu erklären, was man gerne haben möchte, was also die eigenen Ideen und Ziele sind. Viele Dienstleister (nicht alle!) hören bereits hier nicht richtig zu und verstecken sich hinter technischen und pauschalisierenden Aussagen wie "Das bekommen wir dann schon hin...". Wenn sich Dienstleister nicht die Zeit nehmen, Ihnen alles in Ruhe zu erklären, ist dies typischerweise ein Zeichen dafür, dass Sie misstrauisch sein sollten.

Anders gesagt: Wenn Sie etwas nicht verstehen, haken Sie auch nach und lassen Sie sich nicht mit "technischem Kauderwelsch" ablenken oder abschrecken. Gute Dienstleister geben sich Mühe und nehmen sich genügend Zeit, um Ihnen auch komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass Sie diese verstehen.

Stichwort "Kosten"

Gute, erfolgreiche Websites kosten einfach Geld. Selbst einfache, kleine Webseiten liegen, wenn von echten Profis gemacht, schnell in einem Bereich von einigen tausend Euro. Billig mag zwar auch gehen, aber der Nutzen "billiger Webseiten" geht dann sehr oft gegen Null. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich will nicht sagen, dass Kosten keine Rolle spielen sollen. Gerade für Existenzgründer und junge Unternehmen sind Kosten der wichtigste Parameter, der im Auge behalten werden muss. Aber an der falschen Stelle sparen, beispielsweise an der eigenen Webseite als wichtigstem Aushängeschild, ist kontraproduktiv. Beauftragt man Hobby-Dienstleister oder Billig-Anbieter muss einem klar sein, was einen erwartet.

Das ist ungefähr so, als würde man für 99 Euro für 8 Tage all-inclusive nach Mallorca fliegen. Im ersten Moment verlockend und verheißungsvoll. Auf den zweiten Blick aber doch vielleicht eher keine sinnvolle Wahl.

Autor: Prof. Dr. Bela Mutschler

Hochschullehrer, Gründer, Blogger
Prof. Dr. Bela Mutschler

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