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14.12.15Kommentieren

Warum Online-Spiele werbewirksam sein können

Mithilfe eines Tools sollen Unternehmen ohne technische Vorkenntnisse individuell mobile Spiele und Apps zu Werbezwecken entwickeln und designen können. Dass das Konzept vielversprechend ist, zeigt vor allem die zunehmende Beliebtheit von Online-Spielen über alle Plattformen hinweg.

Grundlage für das Modell Advertising-Games:

Klickzahlen Im vergangenen Monat erhielt das Berliner Marketing-Startup Gamewheel eine Million Euro für die Realisierung einer Software, mit der Firmen ohne IT-Know-how mobile Spiele und Apps erstellen können.

Die Idee zu Gamewheel entstand durch die Erfahrungen der Gründer mit ihrer anderen Plattform namens Toywheel. Ursprünglich sollte diese Do-it-yourself-Plattform Kindern ermöglichen, zusammen mit ihren Eltern Spielzeug zu bauen. Stattdessen wurde daraus eine Plattform, auf der man auf Grundlage der Technologie "Augmented Reality" (erweitere Realität) digitale Spiele(reien) erstellen kann. Mit dem neuen Projekt Gamewheel soll die Erkenntnis verwertet werden, dass solche Spiele mehr Klicks generieren können als etwa klassische Banner, was unter anderem vom digitalen Businessmagazin t3n als erfolgreicher Kurswechsel gewertet wurde.

Zunehmende Bereitschaft, Zeit mit Spielen zu verbringen

Hochrechnungen von Statista.de zufolge ist sowohl für Mobile Games als auch für Browsergames und downloadbare Online-Spiele bis 2020 mit einem kontinuierlichen Wachstum der Umsätze und Nutzerzahlen zu rechnen. Es wird davon ausgegangen, dass insbesondere die Popularität mobiler Spiele so stark zunimmt, dass die Nutzerzahlen die Milliarden-Marke überschreiten werden. Laut dem neuesten Media Activity Guide von 2015 belegt Gaming mit durchschnittlich 35 Minuten täglicher Nutzungsdauer den vierten Platz hinter Fernsehen, Radio sowie weiteren Internetaktivitäten, etwa Streaming, Shopping, Surfen oder Online-Banking. Im Vorjahr waren es noch zwei Minuten weniger. Klassischen Offline-Medien wie Bücher und DVDs wird dagegen weniger Zeit gewidmet. Dass es den Spielebegeisterten allerdings nicht in erster Linie darum geht, online Zeit totzuschlagen, sondern das Spielen an sich den Reiz ausmacht, zeigt die Tatsache, dass auch Download-Spiele auf Online-Spieleportalen wie diesem beliebt sind.

Aktueller Stand von Gamewheel

Im Moment befindet sich Gamewheel noch in der Beta-Phase, allerdings stehen nach einer kostenlosen Anmeldung bereits einige grundlegende Game-Typen zur Verfügung, die von der Schwesterplattform Toywheel angeboten werden. Als Unternehmen kann man seine Marke hinzufügen sowie das Spiel in eine Kampagne einbinden, deren Erfolg sich tracken lässt. Die Gründer haben laut Angaben der Mittelstand-Nachrichten mit dem Online-Gaming-Unternehmen Famobi bereits einen renommierten Partner aus der Branche als Unterstützung an ihrer Seite. Und bei Testläufen konnten namhafte Kunden wie Oracle, Urban Sports Club und Stagelink durch mobile Werbekampagnen bereits sichtbare Erfolge erzielen.

Bildrechte: Flickr Augmented Reality Tom CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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