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27.01.10Kommentieren

Sieben Do’s und Don’ts für Online-Pressemitteilungen

Sind Ihre Pressemitteilungen fit für’s Internet?

Zu den wichtigsten Verbreitungsmedien von Online-Pressemitteilungen gehören Presseportale, die bereits in hoher Anzahl im Internet zu finden sind. Für Start-up-Unternehmen spielen die Portale eine wichtige Rolle, da sie mit einer regelmäßigen Veröffentlichung ihrer Informationen mehr Reichweite und damit neue Zielgruppen erreichen können. Doch es gibt einige wichtige Regeln, die man bei der Veröffentlichung von Pressemitteilungen auf Presseportalen beachten sollte, damit man von den Portalen akzeptiert und in den Suchmaschinen gut gefunden wird.

Ein Beitrag von Melanie Tamblé

Dabei ist wichtig zu wissen, dass sich alle Presseportale grundsätzlich eine Veröffentlichung vorbehalten. Besonders die kostenlosen Portale haben hohe Kriterien zur Veröffentlichung.

Sieben Goldene Regeln

1. Formfehler vermeiden

Bereits kleine Formfehler können in den Portalen zu einer Ablehnung führen. Deshalb ist es wichtig, dass Online-Pressemitteilungen den gleichen Form- und Inhaltskriterien folgen wie klassische Pressemitteilungen. Dazu gehört eine aussagefähige Überschrift (Header), ein Einführungstext (Teaser) mit den wichtigsten Inhalten in 2-3 Sätzen, der eigentliche Pressetext (Body) in 3-5 gut lesbaren Absätzen, ein Abbinder (Boilerplate) mit Unternehmensinformationen und ein Absatz mit Kontaktinformationen. Ein gut strukturierter Text mit 2-3 Abschnitten mit Zwischenüberschriften erleichtert zudem die Lesbarkeit.
Einige Sonderzeichen und Formatvorlagen von Textverarbeitungsprogrammen werden bei der Eingabe in Presseportalen nicht erkannt. 

2. Inhalt statt Werbung

Rein werbliche Pressemitteilungen werden von den kostenfreien Presseportalen in der Regel nicht veröffentlicht. Sie bieten für den Leser keinen Anreiz und sind deshalb auch für Presseportale uninteressant. Besser sind inhaltlich relevante Pressemitteilungen, die einen hohen Neuigkeitswert besitzen. 

3. Keyword-Density beachten und Keyword-Flooding (Spamming) vermeiden

Um in den Suchmaschinen gefunden zu werden, ist es wichtig, in den Pressemitteilungen die richtigen Keywords (Schlagworte) zu verwenden. Eine Überfrachtung der Texte mit Schlüsselbegriffen ist jedoch nicht erfolgreich. Sinnentleerte Texte mit aneinandergereihten Keywords verstoßen gegen die Veröffentlichungsregeln der meisten Presseportale. Zudem ist die Gefahr groß, dass Google diese Texte als Keyword-Spamming abstraft. Wichtige Keywords sollten daher immer nur in der richtigen Keyword-Density (Schlagwortdichte) und in inhaltlich sinnvollen und relevanten Zusammenhängen verwendet werden. Die optimale Dichte liegt bei 2-5%, d.h. 2-5mal pro 100 Wörter.

4. Link-Flooding (Backlink-Spamming) vermeiden

Links von anderen, hochwertigen Websites und Portalen auf die eigene Homepage werden von den Suchmaschinen als Empfehlung bewertet und wirken sich daher positiv auf das Ranking in den Trefferlisten aus. Doch was für die Keywords gilt, gilt auch für die Verwendung von Links. Pressetexte, die zu viele Links enthalten, verstoßen gegen die Veröffentlichungsregeln der meisten Presseportale und werden als Backlink-Spamming abgelehnt. Zu empfehlen ist deshalb eine sparsame und diskrete Verwendung von Links. Am besten eignen sich dafür die Kontaktdaten. Auch unterschiedliche Schreibweisen der Keywords sollten vorher mit Keyword Analyse Tools getestet werden. Schon die Verwendung von Singular und Plural oder zusammengesetzte Schlüsselbegriffe mit Bindestrich oder ohne können einen großen Unterschied bei der Suchmaschinenergebnissen erzielen.

5. Richtige Verwendung von Zitaten

Zitate in Pressemitteilungen sind Ausdruck von persönlichen Meinungen und damit besonders interessant. Auch die Suchmaschinen scannen Texte nach Zitaten, um diese in Newsmeldungen gesondert zu positionieren. 1-3 aussagekräftige Zitate mit richtiger Formatierung sind aus diesem Grund ein wichtiger Bestandteil von Pressemitteilungen.

6. Textlängen für Suchmaschinen optimieren

Damit Pressetexte von den Suchmaschinen optimal erfasst werden können, sollten bestimmte Textlängen berücksichtigt werden. Besonders wichtig ist dies für die Überschrift und den Teasertext, da sonst wichtige Satzbestandteile abgeschnitten werden. Für die Überschrift liegt die optimale Textlänge bei 63 Zeichen, während der Teasertext in maximal 153 Zeichen verfasst werden sollte.

7. Pressemitteilungen richtig bewerben

Mit einer gezielten Verbreitung von Pressemitteilungen über eine Vielzahl von Presse- und Nachrichtenportalen lassen sich Zielgruppen und Medienkontakte leichter erreichen und direkter adressieren.

Autor: Melanie Tamblé

Geschäftsführerin der ADENION GmbH und Expertin für PR, Online-Marketing und Social Media
Website des Autors
Melanie Tamblé

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