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27.09.13Kommentieren

Verkaufen auch im Ausland

Online Marketing ohne Grenzen


Ein speziell auch für Gründer mit eher schmalem Budget interessantes Gebiet ist das Online Marketing, also der Verkauf über das Internet. Dabei ist es zudem möglich, sein Absatzgebiet mit relativ wenig Aufwand über die Grenzen des eigenen Heimatlandes zu erweitern und auch im Ausland zu verkaufen. Das Schöne dabei ist, dass man dabei klein anfangen und sein Geschäft in kleinen Schritten erweitern kann. Damit es wirklich klappt, Sollten Sie jedoch einige Punkte beachten.

 

Ein Beitrag von Christian Arno

 

Wahl der Verkaufsgebiete und Sprachen

Naturgemäß wird wohl fast jeder beim Online Marketing mit seinem Heimatland bzw. dem Land, indem er lebt, als Verkaufsgebiet beginnen. Hier sind die Kosten zunächst gering, weil Sie die Texte für Ihre Website, eventuelle Werbemails und Beiträge zu Social Media  selbst schreiben können. Wenn Sie das Geschäft im Inland dann zum Laufen gebracht haben und auch Einnahmen entstehen, wissen Sie einerseits, dass sich Ihre Artikel verkaufen lassen und haben andererseits auch Geld zur Verfügung um in eine Erweiterung auf andere Länder zu investieren.

Natürlich denkt man bei einem internationalen Vertrieb über das Internet hinsichtlich der Sprache zunächst an Englisch. Tatsächlich können weltweit viele Surfer (einigermaßen) Englisch. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie mit lediglich einer englischen Version ihrer Website die Welt erobern werden. Zum einen sprechen lange nicht alle Surfer Englisch, zum anderen benutzen auch Leute, die eine oder mehrere Fremdsprachen beherrschen, in der Regel am liebsten ihre Muttersprache bzw. die Sprache, die sie im Alltag typischerweise benutzen. Und das gilt besonders, wenn es darum geht etwas zu kaufen.

Trotzdem ist Englisch eine gute Wahl für die erste fremdsprachige Version ihrer Website: Sie erreichen damit nämlich das UK und Irland, also einen recht großen Absatzmarkt. Dazu kommt, dass beide Länder zur EU gehören, was geschäftliche Beziehungen vereinfacht. Sie sollten nämlich immer auch Bescheid über die Sie betreffenden Gesetze – Import/Export-Recht, Zollvorschriften, Handelsrecht etc. -  eines Ziellandes wissen.

Gerade unter diesen rechtlichen Aspekt sind natürlich zu aller erst EU-Länder interessant, wobei einige davon recht respektable Absatzmärkte darstellen, da sie eine große Bevölkerung und einen hohen Prozentsatz an Netznutzern haben: Frankreich, Italien, Spanien, Polen... Informationen über die Einwohnerzahlen können Sie zum Beispiel auf der Website Laender-Lexikon.de finden.

Außerdem werden Sie hier in Deutschland leicht Muttersprachler aus diesen Ländern finden, die auch mit der aktuellen Alltagssprache ihrer Heimat, Modewörtern, Trends usw. vertraut sind und ihre Texte kompetent und treffend übersetzen können. Mit etwas Glück haben Sie so jemand sogar unter Ihren Verwandten, Bekannten, Kollegen oder (Geschäfts-)Freunden. Dann kommen Sie eventuell sogar mit einem Abendessen oder einer Einladung ins Kino als Honorar für die Hilfe davon.

Technische Aspekte

Wichtig ist auch, dass Ihre Webseite gefunden wird. Daher müssen Sie für jede Sprachversion Ihrer Website SEO (Search Engine Optimization) betreiben. In Europa ist dabei Google das Maß aller Dinge; wenn Sie bei dieser Suchmaschine zu Ihren Suchworten auf der ersten Seite erscheinen, kommen auch Besucher auf Ihren Websites.

Finden Sie unbedingt auch heraus, welche Worte Ihre potentiellen Kunden zum Suchen nach den Artikeln verwenden, die Sie zu bieten haben: Das Wort „Fernsprecher“ wäre zwar eine richtige deutsche Übersetzung des englischen Wortes „telephone“, aber auf einer Website, die Telefone verkauft wäre es fehl am Platz: So gut wie jeder, der in Deutschland ein Telefon kaufen möchte, sucht danach mit „Telefon“ und nicht mit „Fernsprecher“.

Machen Sie die einzelnen Sprachversionen Ihrer Website unbedingt über eine Domain mit einer TLD des jeweiligen Landes zugänglich bzw. über mehrere, wenn Sie damit mehrere Länder erreichen wollen, welch die gleiche Sprache sprechen. Es ist auch kein Fehler, wenn Sie ihre deutsche Website außer über .de auch über .ch und .at zugänglich machen.

Auch wenn Sie Landing Pages mit verschiedenen TLDs für die einzelnen Zielländer verwenden, können Sie alle Sprachversionen auf einem Server hosten. Apache zum Beispiel kann auf einer IP-Adresse mehrere Domains verwalten und die eingehenden Aufrufe auf die richtigen Seiten verteilen. Daher können Sie auch ein CMS (Content Management System) wie Joomla, Wordpress oder TYPO3 verwenden, um alles gemeinsam zu verwalten. Das ist besonders empfehlenswert, wenn Sie Content Marketing betreiben, also Ihr Besucher mit immer neuen, ständig aktuellen Inhalten zum Wiederkommen und regelmäßigen Besuch ihrer Webpräsenz animieren. Übrigens hat Content Marketing den zusätzlichen Vorteil, dass Ihre Website von Google leichter gefunden wird, da öfter aktualisierte Seiten besser bewertet werden, als solche, bei denen sich nichts ändert.                          

Für Sparsame

Wenn die Einrichtung einer eigenen Website eventuell mit dediziertem Server und/oder Anbindung an eine Lösung für Lager und Versand Ihr Budget vorerst noch übersteigt, müssen Sie dennoch nicht auf den Einstieg ins Online Marketing verzichten. Es gibt auch sehr preisgünstigere Möglichkeiten. Bei Endesha etwa fallen recht geringe monatliche Gebühren an.

Eine weitere Möglichkeit wäre, für den Anfang ein Plattform wie Amazon oder eBay zu nutzen, wobei Amazon eine Option für den Verkauf einzelner Artikel mit Einzelgebühr und eine für das Einstellen beliebig vieler Artikel für eine monatliche Pauschale bietet. Bei eBay kann man ebenfalls einzelne Artikel einstellen oder sich einen eBay-Shop einrichten.            

 

Autor: Christian Arno

Christian Arno

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