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10.05.17

Mit personalisierten Produkten den Umsatz steigern

Die Idee ist beileibe nicht neu: Schon vor über 40 Jahren begann Burger King, damit zu werben, dass man sich dort seine Burger ganz individuell nach Wunsch belegen lassen konnte. Dass die Personalisierung heute eine gerade im E-Commerce eine extrem wichtige Rolle spielt, liegt an den Möglichkeiten, die der Internethandel mit sich bringt.

Durch auf der Website implementierte Produkt-Konfiguratoren ist es für Kunden so leicht wie nie zuvor, ihre persönlichen Wünsche an ein Unternehmen heranzutragen. Dabei kann entweder das Produkt an sich oder auch nur die Verpackung nach diesen Wünschen gestaltet werden – verkaufsfördernd wirken beide Optionen.

Personalisierung stärkt die Kundenbindung

Neben erhöhten Verkaufszahlen sorgen individuell auf den Verbraucher zugeschnittene Artikel noch für einen weiteren wichtigen Vorteil für Unternehmen: Sie sprechen den Konsumenten auf einer emotionalen Ebene an, so dass es deutlich wahrscheinlicher ist, dass sie bei demselben Anbieter immer wieder kaufen wollen.

Deswegen greifen selbst etablierte Marken auf dieses Konzept zurück. Trotz ihrer großen Bekanntheit und den damit einhergehenden Verkaufszahlen lässt sich der Umsatz durch Personalisierung nämlich noch weiter steigern. Bekommt der Verbraucher nicht irgendein Produkt, sondern sein Produkt, erzeugt das eine persönliche Bindung an den Hersteller, die Artikel von der Stange in dieser Form niemals herstellen könnten.

Der Aufpreis ist kein Hindernis

Dass diese personalisierten Waren teurer sind als Standardprodukte, ist für den Konsumenten kein Problem. Selbst dann, wenn nur die Verpackung individuell gestaltet und der Inhalt völlig gleich ist, sind Verbraucher bereit, tiefer in die Tasche zu greifen.

Das zeigt unter anderem der Erfolg der „Trink ne Coke mit“- Kampagne, mit der Coca-Cola seinen Umsatz im zweiten Quartal des letzten Jahres um 2,5 % steigern konnte. Allein die Tatsache, dass der eigene Name auf einer Flasche oder einer Dose steht, sorgt also dafür, dass Kunden vermehrt zugreifen – und das, obwohl der Preis im Vergleich zur normalen Coke mehr als doppelt so hoch ist – zumindest dann, wenn man den Konfigurator nutzt.

Beispiele für erfolgreiche Personalisierung

Das Konzept des individuellen Produkts wird mittlerweile in vielen verschiedenen Branchen erfolgreich genutzt. Einige Beispiele:

  • Nivea

Dass der Kosmetikhersteller noch an seiner Bekanntheit arbeiten muss, kann man wohl kaum sagen. Im Gegenteil: Die Dosen im typischen Dunkelblau kennt wohl jeder. Dass man sie mittlerweile mit einem persönlichen Motiv verzieren kann – etwa dem Foto seines Partners/seiner Partnerin – treibt die Verkaufszahlen dennoch weiter in die Höhe.

  • Nutella

Was für Nivea gilt, lässt sich auch über Nutella sagen: Der Bekanntheitsgrad könnte kaum höher sein. Aber auch hier wurde durch personalisierte Produkte die Bindung der Kunden an die Marke noch einmal gesteigert. Die Etiketten können dabei mit Name und Hobbys versehen und in der persönlichen Lieblingsfarbe gehalten werden.

  • Vertbaudet

Für junge Eltern gibt es eine Zeit lang kein anderes Thema als ihren Nachwuchs. Dementsprechend häufig wünschen sie sich zu Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten Babyartikel. Eine besondere Freude kann man ihnen machen, wenn man diese personalisieren lässt – das Unternehmen mit Sitz in Fürth macht es möglich. Vom Strampler bis zu Mützen kann man hier diverse Produkte individuell gestalten.

  • MyMuesli

Zum Frühstück erst mal ein leckeres Müsli – und dann sind in der kompletten Schale nur drei Acai-Beeren! Ein Ärgernis, das einem den Morgen schon mal verhageln kann. Dieses Problem gehört der Vergangenheit an, wenn man sich seine Frühstücksflocken selbst zusammenstellt. So stellt man sicher, dass genug von der Lieblingszutat in der Tüte ist.

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