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04.07.14Kommentieren

Vertriebsstrategie

Mit den Ideen des New Yorker Einzelhandels den Umsatz Ihres Unternehmens steigern

In New York wird die Marke zum Produkt und das Einkaufen zum Event. Ein Streifzug durch die Stadt, die niemals schläft, zeigt neue Wege des Vermarktens auf.

Mehr Umsatz mit Ideen aus New YorkMehr Umsatz mit Ideen aus New York

Grün ist Trend

New Yorker Shopbetreiber nehmen die zunehmende Begrünung in der Stadt in ihr Marketingkonzept auf. Besonders gut zu beobachten ist dies an der früheren Hochbahn „High Line“, die mit vielen Bäumen und Sträuchern bepflanzt ist. Viele Einzelhändler lassen weitere begrünte Flächen, zum Beispiel auf dem Dach oder vor ihrem Laden, entstehen. Zusätzlich nehmen sie regionale Bio-Produkte in Ihre Angebotspalette auf. Ein Beispiel: Der „Sustainable NYC“-Shop verkauft neben frisch gebackenem Bio-Brot und Kuchen, lokal und ökologisch gefertigte Einkaufstaschen, Stoffe, Seifen etc.

Außerdem entstehen durch die vielen von der Stadt neu angelegten Radwege zahlreiche Bike-Läden. Die Spielplätze und das Grün haben zudem junge Familien angezogen. Die Folge: In der trendigen Bleekerstreet schießen Kinderläden wie Pilze aus dem Boden.

Ein weiterer Trend, der sich bei M&M‘s zeigt: Mittels Produktgeneratoren werden Angebote individualisierbar. Sie ermöglichen Zusammenstellungen und Verpackungen für besondere Gelegenheiten wie Geburtstag oder Party. Massenprodukte können dadurch teurer verkauft werden.

Vermarkten, was möglich ist

Auch aus Werbung lässt sich Geschäft machen – das gelingt der Schokolinsenmarke „M&M‘s“ in ihren Shops. Jeder bislang erfundene Werbeslogan findet sich dort auf T-Shirts wieder, die man kaufen kann – ebenso wie Spielzeug mit dem Firmenlogo. Überlegen Sie: Welche Werbemittel könnten Sie zu verkaufsfähigen Produkten machen? Das funktioniert umso besser, je kreativer und individueller Sie diese gestalten.

Die Marke erlebbar machen

So werden Produkte zum Erlebnis: In den Shops von M&M‘s können sich die Kunden farbige Schokoklicker und -linsen selbst in kleine Tütchen abfüllen. Dies geschieht über zwei Meter lange Röhren sowie einen Drehspender. Neben Essbarem machen viele Shops ihr Angebot auch über andere Sinne attraktiv: Sie bieten Bücher, Musik, Geruchserlebnisse und vor allem Vieles zum Anfassen. Dazu gehören die Manufakturen in den Straßen von Manhattan. Da sind einerseits die „gläsernen Fabriken“, die ansonsten verborgene Produktionsabläufe sichtbar machen. In New York wird auch das alte Handwerk zu Marketingzwecken wiederbelebt: In der alten Keksfabrik, welche die „Chelsea Markets“ beheimatet, bieten zwei Bäckereien ihren Kunden die Möglichkeit, Mitarbeitern beim traditionellen Backen zuzusehen.

Das Angebot zum Event

Was wir in Deutschland nur von Weihnachten und Ostern kennen, machen die New Yorker Shop-Betreiber das ganze Jahr: Fast jede Woche werden Themen in Szene gesetzt, die sich aus Festen, Jahreszeiten, Jahrestagen oder einfach nur der Aufnahme neuer Produkte oder dem Geburtstag der Shop-Manager ergeben. Setzen Sie das um, indem Sie sich zu Beginn des Jahres mit Hilfe eines Kalenders überlegen, welche Ereignisse Sie als Aufhänger für Aktionen und Neugestaltungen nehmen:

  • Beginnen Sie mit den klassischen kirchlichen Festen und nehmen Sie neue wie Halloween dazu.
  • Denken Sie darüber nach, was sich in der Umgebung Ihres Shops tut, etwa die Fertigstellung von Bauarbeiten („Jetzt wieder ohne Baulärm!“) oder Jahrestage von Chefs oder wichtigen Mitarbeitern („An seinem Sechzigsten bedient der Chef persönlich und nimmt Geschenke entgegen“).
  • Überlegen Sie, ob Sie sich an große Events anderer anhängen können, etwa die 850-Jahr-Feier der Stadtgründung oder das Jubiläum eines Großunternehmens einer anderen Branche.

Beispiel 

In jedem Herbst ist New York im Kürbisfieber. Nahezu jeder Shop ist mit dem orangen Gemüse geschmückt, schließlich gehört es zu Halloween wie Engel zu Weihnachten. Doch es dient nicht nur als Schmuck, sondern vor allem dazu, Umsatz zu generieren. Der Bikeladen „Zenbikes“ zum Beispiel gewährt im Oktober bis zu 10% Rabatt auf Fahrräder und bis zu 15% auf Accessoires. Der Keks- und Kuchenladen „Eleni‘s“ verkauft Kekse in Kürbisform oder Cupcakes, garniert mit orangefarbenen Streuseln und grinsenden Kürbisgesichtern.

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