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07.09.05Kommentieren

Suchmaschinen-Marketing

Im Internet auf Kundenfang

Der Begriff Suchmaschinen-Marketing ist selbsterklärend: Suchmaschinen als Marketing-Instrument nutzen. Das klingt einfach, ist es aber in der Regel nicht. 

Ein Beitrag von Markus Hövener

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Suchmaschinen-Marketing:

  1. Suchmaschinen-Optimierung
  2. Bezahlte Suchmaschinen-Werbung

Bei der Suchmaschinen-Optimierung wird eine Website so verändert, dass sie von Suchmaschinen als besonders relevant angesehen wird und deswegen weit oben in den Suchergebnis-Listen (am besten in den ersten zehn Listings) erscheint.

Bei bezahlter Suchmaschinen-Werbung werden Werbungen (Ads) neben, unterhalb oder oberhalb der Suchergebnisse eingeblendet. Klickt man sie an, wird im Regelfall auf Klick-Basis (Pay-per-Click=PPC) abgerechnet.

Die Motivation für Suchmaschinen-Marketing ist klar: Sie können einen Kunden exakt dann ansprechen, wenn er aktiv nach einem Produkt oder einer Dienstleistung sucht. Genau das leistet Suchmaschinen-Marketing als kostengünstiger und effektiver Mitspieler in Ihrem Marketing-Mix.

Suchmaschinen-Optimierung


Suchmaschinen-Optimierung bedeutet in erster Linie, eine Website so zu verändern, dass sie von einer Suchmaschine als relevant angesehen wird, denn Suchergebnisse werden nach Relevanz sortiert. Leider haben Suchmaschinen unterschiedliche Relevanz-Kriterien. Eine Website, die bei Google auf Position 1 ist, wird von MSN unter Umständen erst auf der dritten Seite gelistet - und umgekehrt. Professionelle Suchmaschinen-Optimierung setzt daher vor allem auf universelle Prinzipien, die von nahezu allen Suchmaschinen gleichermaßen honoriert werden.

Vergessen Sie vor allem, was Sie bisher über Meta-Tags und Suchmaschinen-Anmeldungen gelernt haben. Meta-Tags werden von den meisten Suchmaschinen ohnehin nicht gelesen und Suchmaschinen-Anmeldungen sind ebenfalls größtenteils sinnlos. Wenn Sie sich für professionelle Suchmaschinen-Optimierung entscheiden, bedeutet das in der Regel auch, dass Ihre Website inhaltlich und unter Umständen auch strukturell verändert werden muss. Unsichtbare Modifikationen im HTML-Code werden Sie nicht zum Ziel führen.

Um eine Website zu optimieren, müssen zunächst die relevanten Suchbegriffe recherchiert werden. Mit anderen Worten: Was tippt ein potenzieller Kunde in eine Suchmaschine ein, um meine Produkte oder Dienstleistungen zu finden? Suchbegriff-Datenbanken helfen hier weiter und liefern zugleich eine Einschätzung des monatlichen Suchvolumens.

Bei der Recherche der Suchbegriffe ist vor allem wichtig, daß Menschen unterschiedlich suchen. Für einen Anbieter von Sprachreisen ist daher nicht alleine der Suchbegriff "sprachreisen" wichtig. Potenzielle Kunden suchen auch nach "sprachurlaub" oder "sprachkursen". Viele Suchmaschinen-Benutzer geben auch nicht nur ein Wort, sondern mehrere Wörter ein - mit der Konsequenz, daß Sie auch auf Suchbegriffe wie "sprachreisen nach italien" oder "sprachschulen in england" abzielen müssen. Je nach Branche und Angebot kommt da schnell eine stattliche Liste an Suchbegriffen zustande.

Der nächste Schritt besteht darin, die Website auf diese Suchbegriffe abzustimmen. Wenn Sie für eine Suchanfrage wie "edle briefumschläge" oder "design fertighäuser" von Suchmaschinen gelistet werden möchten, müssen Sie genau diese Wörter in die Inhalte Ihrer Website einbauen. Unsichtbare Änderungen an der Website reichen nicht aus: Die Inhalte müssen angepasst werden; eventuell müssen neue Inhalte hinzugefügt werden.

Idealerweise sollten Sie für jeden Ihrer Suchbegriffe mindestens eine Seite haben, die hierzu interessante Inhalte liefert und die Suchbegriffe im Text verwendet. Ein Anbieter von Sprachreisen würde also z.B. eine Seite über "sprachreisen england", eine Seite über "sprachreisen usa", etc. verfassen.

Der dritte Bestandteil einer Optimierung ist die Verlinkung der Website innerhalb der Branche. Eine Website, auf die nicht viele andere relevante Websites verlinken, wird zumindest von Google weitgehend ignoriert werden.

Links können auf vielfältige Weise zustande kommen: Die einfachste Methode ist sicherlich die Eintragung in Verzeichnisse, Portale und Linklisten. Aber auch aktive Pressearbeit sowie die Teilnahme an Foren kann dafür sorgen, daß eine andere Website auf Ihre Website verlinkt.

Abschließend ist wichtig, dass Suchmaschinen-Optimierung keine einmalige Aktion ist. Suchmaschinen-Positionen müssen regelmäßig überprüft werden, um rechtzeitig eingreifen zu können. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Suchmaschinen-Optimierung ist nicht nur ein Kampf gegen Suchmaschinen-Algorithmen, sondern auch gegen andere Websites innerhalb der Branche.

Ein weiterer Vorteil von Suchmaschinen-Marketing ist die Transparenz: Mittels verschiedener Statistik-Werkzeuge (neudeutsch: Tracking) können Sie in Erfahrung bringen, woher Ihre Kunden kommen, was diese in Suchmaschinen eingetippt haben, wieviel Sie pro Klick bezahlt haben und wieviele Besucher Sie im Schnitt benötigen, um einen zahlenden Kunden zu erzeugen. Uneffektive Teile einer Kampagne können Sie einfach abschalten, effektive Bestandteile dafür ausweiten.

Suchmaschinen sind die Zukunft. Und größtenteils auch schon die Gegenwart. Wenn Sie etwas suchen, schlagen Sie dann zuerst die Gelben Seiten auf oder tippen ein Schlagwort in Google ein, um eine kurze Marktübersicht zu erhalten

Was ist bezahlte Suchmaschinen-Werbung (PPC)?


Bezahlte Suchmaschinen-Werbung bietet Unternehmen die Möglichkeit, bei Suchmaschinen Suchbegriffe zu buchen. Sobald nach einem dieser Suchbegriffe gesucht wird, erscheint eine vorher definierte Werbung (meist in Textform). Die Bezahlung erfolgt erfolgsabhängig: Bei heutigen Anbietern wird pro Klick abgerechnet - daher auch die Bezeichnung Pay-per-Click (PPC).

Den Klick-Preis, den Sie maximal pro Click bezahlen möchten (Cost per Click=CPC), legen Sie ebenfalls im Vorhinein fest - und somit ebenso Ihre Position unter den Suchergebnissen. Schalten auch andere Unternehmen Werbung bei denselben Suchbegriffen, richtet sich die Reihenfolge der Werbungen nach den Klick-Preisen: Wer am meisten zu zahlen bereit ist, erscheint ganz oben.

Autor: Markus Hövener

Geschäftsführer
Website des Autors
Markus Hövener

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