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17.06.10Kommentieren

Fachbeitrag

Google AdWords für neugegründete Unternehmen

Ein Problem, mit dem sich viele Existenzgründer beschäftigen müssen: Sie bieten ein innovatives Produkt oder eine Dienstleistung an, aber noch kennt niemand Ihr Unternehmen. Für groß angelegte Marketingaktionen fehlt besonders Start-ups das Geld. Allein das Schalten einer Anzeige in einer Tageszeitung kann die Einnahmen eines ganzen Monats verschlingen. Ob und inwieweit diese Anzeige tatsächlich Erfolg gebracht hat, bleibt offen, da die Ergebnisse nicht ermittelbar sind. Wie kann man ein neu gegründetes Unternehmen nun aber bekannt machen ohne Unsummen in Werbung investieren zu müssen?

Ein Beitrag von Sabrina Zebisch

Mit an oberer Stelle der Möglichkeiten stehen hier natürlich Pressemeldungen und Networking. Das Internet bietet einem nicht zuletzt Dank sozialer Netzwerke wie Xing und Plattformen wie openPR ausreichend Gelegenheiten. Auch "traditionellere" Wege, wie Messebesuche, Teilnahme an Kongressen und das Veröffentlichen von Fachartikeln sind ein guter Weg. Je mehr Leute einen kennen, desto besser. Nicht zu unterschätzen ist hierbei allerdings der Zeitaufwand. Kontakte wollen gepflegt werden und wenn man ganz ehrlich ist, möchte man auch nicht an mehreren Tagen pro Woche an Kongressen und anderen Events teilnehmen. Abgesehen davon, dass es kaum möglich sein wird, so oft ein Event zu finden, bei dem genau die Zielgruppe für das eigene Produkt oder die Dienstleistung anwesend ist. Benötigt wird also ein Marketing-Instrument, dass eine flexible Kostengestaltung ermöglicht, bei dem die Erfolge messbar sind und das mit einem vergleichsweise geringen Zeitaufwand zu realisieren ist. Das alles trifft auf Google AdWords zu.

Vorteile von Google AdWords

Suchmaschinen-Werbung bietet den Vorteil, dass Werbeanzeigen genau in dem Moment eingeblendet werden, in dem User auch tatsächlich nach dem beworbenen Produkt bzw. der Dienstleistung suchen. Dadurch steigt die Chance auf einen erfolgreichen Geschäftsabschluss enorm. Ein weiterer Punkt, aus dem sich AdWords besonders auch für neugegründete Unternehmen eignen, ist die Kostenkontrolle. Der Betrag, der im Monat ausgegeben werden soll, kann individuell festgelegt werden und wird auf keinen Fall überschritten. Durch das Preis-pro-Klick System kann der Advertiser bei einer Vielzahl von passenden Suchanfragen präsent sein, ohne dafür immense Beträge zu zahlen. Der Advertiser zahlt nämlich nur, wenn ein User auch tatsächlich auf seine Anzeige klickt und nicht für die reine Impression. Wie viel für den einzelnen Klick geboten wird, kann der Advertiser ebenfalls selbst festlegen. Da die Position auf der die Anzeige gelistet wird, nicht nur vom Klickpreis abhängig ist, sondern durch verschiedene andere Faktoren mitbestimmt wird, haben auch kleine Unternehmen die Chance, direkt neben namhaften Großunternehmen zu werben.

Ohnehin bietet Google AdWords dem Advertiser eine erstaunlich große Reichweite. Anzeigen können nicht nur innerhalb der Google Suche geschaltet werden, die laut aktuellen Studien in Deutschland einen Marktanteil von über 90 Prozent hat, sondern auch bei Suchpartnern wie T-Online und im Google Content-Werbenetzwerk. Das Content-Werbenetzwerk umfasst neben Google-Diensten, wie zum Beispiel Googlemail, zahlreiche Websites verschiedenster Größe. Das geht von der Financial Times über die Bild bis hin zu kleinen, privat geführten Websites. Die Werbeanzeigen werden hier eingeblendet, wenn sie thematisch zum Inhalt der Website passen. Auf diese Art können auch neugegründete Unternehmen Kunden ansprechen, die sie sonst nie erreicht hätten.

Auch wer seine Dienstleistung oder seine Produkte nur in ausgewählten Regionen anbietet, kann Google AdWords nutzen. Dank regionaler Beschränkungen kann genau festgelegt werden, dass nur User aus der festgelegten Region die Anzeige zu sehen bekommen. Zusätzlich wird unterhalb der Anzeige ein kleiner Vermerk auf die Zielregion eingeblendet. Also zum Beispiel "Bayern", "Hamburg" und ähnliche.

Gute Messbarkeit

Der größte Vorteil von Google AdWords ist aber zweifellos ihre Messbarkeit. Durch das Einbinden von Tools, wie beispielsweise AdWords Conversion Tracking oder Google Analytics, lässt sich der Erfolg einer Kampagne messen. So lässt sich ohne großen Aufwand erkennen, wieviele der User, die über eine der Werbeanzeigen kamen, eine vorher festgelegte Aktion, wie einen Kauf oder das Ausfüllen eines Kontaktformulars, ausgeführt haben. Lohnt sich eine Kampagne nicht, kann sie jederzeit eingestellt werden. Allerdings sollte man bevor man dieses Werbemittel vorschnell aufgibt erst einmal versuchen, die Kampagne zu optimieren. Durch die Möglichkeit der Erfolgsmessung ist die Optimierung einer laufenden Kampagne gut umsetzbar. Läuft beispielsweise eine Anzeige schlechter als eine andere, weil über diese Anzeige weniger Verkäufe generiert wurden, lässt sich das über das integrierte Conversion Tracking gut erkennen und die Anzeige kann geändert werden.

Natürlich ist auch Google AdWords kein Wundermittel, mit dem man innerhalb kürzester Zeit Unmengen von Gewinnen erzielen kann. Dennoch eignet sich AdWords Marketing hervorragend, um vergleichsweise kostengünstig eine hohe Präsenz zu erzielen, das eigene Produkt bzw. die eigene Dienstleistung bekannter zu machen und potenzielle Neukunden genau im richtigen Moment anzusprechen.

Autor: Sabrina Zebisch

Autorin und Abteilungsleiterin
Website des Autors
Sabrina Zebisch

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