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18.12.15Kommentieren

Emotion pur

Wann Werbung wirklich wirkt

Harte Fakten, eine Flut an Informationen, Marktschrei-Atmosphäre – damit ködert man die Kunden von heute nicht. Werbung ist viel mehr als nur die bloße Produktvorstellung. Gute Geschichten, die Emotionen in den potenziellen Konsumenten hervorrufen, spielen die Hauptrolle. Das eigentliche Produkt wird in der Werbung oft zum Nebendarsteller.

Quelle: Thinkstock.de © leolintang

Wie gutes Storytelling funktioniert

Storytelling heißt das neudeutsche Zauberwort, mit dem Marketingexperten und Werbefachleute um die Gunst der Endkunden buhlen. „Werbung ist nicht erfolgreich, wenn sie ‚laut‘ ist, sondern wenn sie Menschen emotional berührt und ihnen zugleich einen echten Mehrwert bietet. Um aus der Informationsflut, der Verbraucher Tag für Tag online wie offline ausgesetzt sind, hervorzustechen, muss sie zunächst Aufmerksamkeit erzeugen. Gute Werbung muss gleichermaßen informieren und unterhalten; nur dann schafft sie es, für Marken einen eigenen Wahrnehmungskontext zu kreieren“, erklärt Thomas Funk, CEO der DDB Group, einer weltweit führenden Werbeagentur.

Drei Beispiele für emotionale Werbung

Beispiele für gelungene Werbung, die zunächst Emotionen wie Freude, Glück, Neugier oder Anteilnahme erwecken, bevor sie das beworbene Produkt überhaupt in den Vordergrund stellen, gibt es genug:

  • Coca-Cola wirbt passend zur Weihnachtszeit mit dem Slogan „Mach anderen eine Freude“. In dem Spot sieht man verschiedenste Situationen die dazu passen: Eine Polizistin schenkt einem Obdachlosen etwas zu essen, ein Mädchen schenkt seiner Mutter ein selbst gemaltes Bild, ein Mann hängt im Wohnzimmer eine beleuchtete Discokugel auf, um seine Frau zum Tanz aufzufordern. Am Ende haben aber alle Menschen eine Freude an einer leckeren Coke.
  • GeloMyrtol, ein pflanzliches Arzneimittel gegen typische Erkältungsbeschwerden, wird aktuell mit der neu gestarteten „Luft“-Kampagne beworben. Der Clip zeigt Menschen, die sich unbeschwert küssen – obwohl sie erkältet sind. Liebespaare oder der Vater mit seinem neugeborenen Sohn – sie alle haben dank GeloMyrtol wieder „LUFT für die schönste Sache der Welt.“
  • Für besonders viele Diskussionen sorgte in den vergangenen Wochen die aktuelle Edeka-Werbung, weil sie nicht nur mit positiven Emotionen spielt: Ein alter Mann verbringt die Weihnachtsfeiertage einsam und allein in seiner Wohnung – seine Familie schafft es wie jedes Jahr nicht, ihn zu besuchen. Um sie alle an einen Tisch zu bekommen, inszeniert er seine eigene Trauerfeier. Am Ende verbringen sie gemeinsam einen vergnügten Abend – selbstverständlich mit leckerem Essen von Edeka.

Emotionen sorgen für Aufmerksamkeit

Damit die Werbung wirklich wirkt, muss sie echt herüberkommen. Vorgegaukelte Emotionen durchschauen die Konsumenten sofort. Eine Handlung, die neugierig macht, berührt oder unterhält, zieht die gewünschte Aufmerksamkeit auf sich. Es geht nicht vorrangig um die Marke oder das Produkt, sondern um die Idee, die Botschaft dahinter. Fühlt sich der Verbraucher durch die Werbung angesprochen oder gar verstanden, weckt das Interesse. Emotionen sind dabei das beste Mittel, um sich in den Köpfen der Menschen festzusetzen – ob durch Freude, Liebe oder Mitgefühl.

Bildurheber: http://www.gelomyrtol-forte.de/

 

Bildurheber: http://www.coke.de/

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