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23.09.08Kommentieren

Krisen-PR

Das A und O für die erfolgreiche Krisenkommunikation: gesunde Prophylaxe

In guten Zeiten hat der Gedanke an eine Krise meist keinen Platz – die Geschäfte laufen gut: Der Kundenstamm ist mit den Produkten und Dienstleistungen ebenso zufrieden, wie Sie mit Ihren Umsätzen. Es besteht also kein Anlass, über mögliche Krisensituationen nachzudenken, geschweige denn, sich aktiv auf diese vorzubereiten.

Ein Beitrag von Jacqueline Althaller

Doch jedem Unternehmen kann es passieren, dass Schwierigkeiten beispielsweise in der Produktion oder Vorfälle in Prozessabläufen zu handfesten Krisen anwachsen. Die Folge: Das Bild Ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit droht empfindlichen Schaden zu nehmen. Ganz gleich, ob es beispielsweise einen mittelständischen Düngemittelhersteller oder aber einen globalen Pharmakonzern trifft – alle Krisen haben eines gemein: sie kommen meist plötzlich und tauchen nie zum rechten Zeitpunkt auf.

Damit sich aber eine Krise nicht zu einer "Katastrophe" auswächst, gilt es einige wichtige Verhaltensregeln zu berücksichtigen, wie Sie das Immunsystem Ihres Unternehmens mittels kontinuierlicher Pressearbeit stärken. Denn: das wirkungsvollste Mittel in der Krisen-PR heißt immer noch  "Vorsorge"!

Das Kind im Brunnen

Wenn die Krise eingetroffen ist, ohne, dass Sie sich aktiv auf einen möglichen Ernstfall vorbereiten konnten, ist es meist zu spät, über Mittel und Wege der Schadensbegrenzung nachzudenken. Das einzige, was Sie nun noch tun können ist, zu reagieren, statt aktiv zu agieren. Oft kommt es dann zu einem unkoordinierten Durcheinander, weil im Unternehmen keine entsprechenden Prozesse etabliert sind. Einen Krisenstab gibt es nicht und ebenso wenig ist klar, wer als Sprecher nach außen tritt. Die Folge: Informationen werden ungefiltert an die Öffentlichkeit weitergegeben, ganz für sich behalten oder gar vertuscht.

Die Folgen solch unstrukturierter  Vorgehensweisen sind meist  dramatisch: schmerzhafter Imageverlust, verlorene Glaubwürdigkeit der Führungsebene und damit nicht zuletzt empfindliche Umsatzeinbussen. Und das alles in kürzester Zeit. Stecken die Verantwortlichen eines kriselnden Unternehmens einfach den Kopf in den Sand, wird dies meist als ein Schuldeingeständnis gewertet. Kein Wunder also, dass das Vertrauen in der Öffentlichkeit schnell dahin ist.

Ihr Image – ein sicherer Schutzschild

Besser als eine effektive PR für ein akutes Problem, ist eine langfristige Strategie dafür, wie Ihr Unternehmen mit der Öffentlichkeit umgeht und welche Botschaften es nach außen transportieren will. Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten eine solche Strategie zu verfolgen. Ein erfolgreicher Weg ist eine professionell aufgesetzte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, denn: Eine glaubwürdige und effektive Krisenkommunikation ist nur dann möglich, wenn Sie auch vor der Krise eine offene und dialogorientierte Zusammenarbeit mit den Medien gesucht haben. Haben Sie bisher keinerlei Kontakte zu den relevanten Journalisten gepflegt, können Sie nicht erwarten, dass diese in der Krise bereit sind, ein persönliches Gespräch mit Ihnen zu führen.

Die Art und Weise, wie Ihr Unternehmen eine Krise übersteht, hängt aber maßgeblich von Ihrem Image ab. Ein gutes Image in der öffentlichen Wahrnehmung ist ein langwieriger Prozess, der nicht von einem Tag auf den nächsten etabliert ist; und schon gar nicht in einer Krise. Grund genug also, um gleich mit dem Schmieden eines Schutzschildes zu starten und nicht abzuwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Autor: Jacqueline Althaller

Gründerin und Geschäftsführerin
Website des Autors
Jacqueline Althaller

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