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21.07.08Kommentieren

Ein Apfel mit Biss

Bekannter sein als der Marktführer

Vor mehr als 30 Jahren besuchte Apple-Chef Steve Jobs den Designer Rob Janoff in New York. Er sollte für das noch junge Unternehmen ein neues Logo entwickeln. Die Computer-Enthusiasten von der Westküste hatten bis dato ein völlig unbrauchbares Markenemblem: im Stile eines Kupferstichs zeigte das Bild Isaac Newton unter einem Apfelbaum sitzend. Eine schöne Hommage, aber technisch und inhaltlich nicht geeignet für die Produkte und Werbeträger eines modernen Unternehmens.

Ein Beitrag von Anne Beer

 

Janoff entwickelte das in seiner Form bis heute gültige Apfel-Logo mit dem markanten Biss – eine Anspielung auf bite (Biss) und byte (kleinste Speichereinheit). Und obwohl der Apfel im Laufe der Jahrzehnte eine unterschiedliche Farbgebung bekam, kennt jeder das markante Logo. Übrigens das Logo einer Firma mit "nur" etwa fünf Prozent Marktanteil. Kennen Sie das Logo der Firma mit den restlichen 95 Prozent Marktanteil?

Was ist ein Logo?

Das Logo ist das Markenzeichen des Unternehmens. Es steht für die Geschäftsidee und für die Unternehmenswerte. Ein Firmenlogo besteht aus einer Wortmarke (Firmennamen), einer Bildmarke (Symbol) oder aus der Kombination dieser Elemente. Gemeinsam mit der richtigen Schrift und Firmenfarbe trägt es zur Individualität Ihrer Firma bei.

Wozu brauche ich ein Logo?

Ein Logo kommuniziert nach Außen. Auf Ihren Geschäftspapieren, den Visitenkarten, Ihrer Internetseite und den Werbeträgern. Anders ausgedrückt: Egal mit wem Sie in welcher Form in Kontakt treten, das Logo Ihres Unternehmens hinterlässt den ersten und damit wichtigsten Eindruck.

Gleichzeitig sprechen Sie mit Ihrem Logo und den Werbemitteln Ihre Zielgruppe an, die bestimmte Eigenschaften und Erwartungen hat. Werden diese bei der Design-Entwicklung berücksichtigt, erhalten Sie ein Logo, das nicht verwechselt wird und doch so einfach ist, dass es bei Ihren Kunden in Erinnerung bleibt.

Woran erkenne ich ein gutes Logo?

Ein gutes Firmenlogo sollte einmalig und wiedererkennbar sein und als Identifikationsmerkmal für das gesamte Unternehmen stehen. Es muss originell sein und darf Altes in Frage stellen. Wichtig ist, dass es genügend Unabhängigkeit von Trends und Strömungen besitzt, um zeitlos bleiben zu können. Und gute Logos wirken überall – egal, ob auf einer Visitenkarte, einem Auto oder einem Gebäude.

Anschaulicher als Kurt Weidemann (Corporate Design Mercedes-Benz, Deutsche Bahn) kann man es kaum beschreiben: "Die Form eines guten Logos ist so einfach, dass man sie mit dem Fuß in den Sand zeichnen kann."

Prüfen Sie Ihr aktuelles oder zukünftiges Logo kritisch nach folgenden Kriterien:

Inhaltliche Aspekte: Ist das Logo einmalig, charakteristisch und eindeutig?

Ihr Logo kann die Bedeutung des Namens unterstreichen, passend zur Branche sein oder ein Symbol für die Tätigkeit des Unternehmens sein. Aber vor allem sollte es eine klare Botschaft vermitteln und sich deutlich vom Wettbewerb abheben.

Formale Aspekte: Ist das Logo klar, einfach und einprägsam?

Was einfach ist, ist einfach zu merken. Mit eindeutiger Farbe und einfacher Symbolik wird ein Logo wiedererkannt.

Technische Aspekte: Ist das Logo anpassungsfähig?

Die Einsatzmöglichkeiten für Ihr Logo erstrecken sich von der Visitenkarte und der schwarz-weißen Fax-Vorlage über die 3D-Leuchtreklame bis hin zum Textil-Aufdruck für den Messestand. Kann man dies alles mit Ihrem Logo tun? Und ist es auch noch in nur 20 Millimeter Größe gut erkennbar?

Machen Sie den "Recall-Test"

Mit dem Recall-Test wird gemessen, an welche Einzelheiten sich die Testpersonen nach dem Betrachten eines Logos erinnern können. Haben die Personen Ihr Logo etwa 10 Sekunden betrachtet, sollten sie folgende Frage beantworten können:

Wie hat das Logo ausgesehen? Bitte zeichnen Sie es ungefähr nach.

Sie erfahren damit, ob das Logo im Gedächtnis bleibt.

 

 

Autor: Anne Beer

Kreation und Corporate-Design-Prozesse
Website des Autors
Anne Beer

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