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07.04.15Kommentieren

Reputationsmanagement

Aufbau eines Reputationsmanagements für Unternehmen

Ein guter Ruf ist insbesondere im beruflichen Bereich von enorm großer Bedeutung. Gerade deshalb erscheint es häufig umso erstaunlicher, dass sich viele Manager und Unternehmer nicht oder nur äußerst defizitär um ihre Reputation kümmern. Im World Wide Web gibt es zahlreiche Plattformen und Foren, die speziell für den Zweck des Meinungsaustauschs und der Bewertung von Firmen, oder Dienstleistern eingerichtet sind. Aber auch Zeitungsberichte können digitalisiert und somit einer noch breiteren Masse zugänglich gemacht werden. Der Aufbau eines guten Reputationsmanagements liegt in den Händen der Betroffenen selbst.

Reputation als langfristige Aufgabe  

Um sich und sein Unternehmen in einem positiven Licht darzustellen, muss man beständig am Ball bleiben. Das Reputationsmanagement ist keine einmalig durchzuführende Aktion, sondern besteht aus vielen Facetten und einem dementsprechend großen Aufwand. Warum aber ist ein gutes Image so wichtig in einer Welt, in welcher der schnelle, punktuelle Erfolg zählt?

  • Eine hohe Reputation hängt eng mit dem guten Gelingen der Unternehmenstätigkeit zusammen. Welche Klientel würde sich einer Firma anschließen, über welche lediglich negative Schlagzeilen kursieren?
  • Vertrauen in ein Unternehmen heißt nicht nur, Neukunden zu gewinnen, sondern auch, Stammpartner zu behalten. Reputationsrisiken sollten aus diesem Grund so früh wie möglich eingedämmt werden.
  • Nicht nur echte Kunden des Unternehmens können Fakten streuen, die dem Unternehmen schaden. Auch Konkurrenten nutzen jede Möglichkeit, ihre Nebenbuhler in möglichst schlechtem und sich selbst in besonders gutem Licht darzustellen. Überwacht man die Informationen kontinuierlich, kann man direkt handeln.

Wichtige Tipps zum Aufbau eines Reputationsmanagements

Als Unternehmer, Manager oder Vorstand eines Unternehmens ist man häufig unbewusster Impulsgeber für die schlechte Reputation. Damit meint man nicht, dass eine schlechte Dienstleistung vollbracht wurde, sondern dass Dinge aus dem Privatleben im anonymen, digitalen Raum geteilt werden, die man so niemals in der Realität gesagt hätte. All diese Behauptungen können unumwunden direkt gegen eine verwendet werden.

1. Das Netz als Entscheidungshilfe

Es ist belegt, dass Kunden das Internet vor dem Kauf als Entscheidungshilfe nutzen. Genau an diesem Punkt muss man mit dem Online Reputationsmanagement ansetzen.

  • Zunächst muss man sich darüber bewusst werden, dass einem eine gewisse Online Reputation vorauseilt.
  • Anschließend sollte man die Fakten zusammentragen: Die erste Seite im Ranking der Suchmaschine ist die Ausschlaggebende, insbesondere die ersten Plätze. Finden sich dort negative Berichte im Zusammenhang mit dem Firmennamen, muss schnell gehandelt werden. Der Großteil der potenziellen Kunden wird die Website erst gar nicht besuchen, der immense Imageschaden folgt.
  • Nun liegt es am Unternehmen, Schritte einzuleiten: Welche Punkte müssen dringend bearbeitet werden und welche Behauptungen gilt es, richtigzustellen?
  • Eine professionelle Agentur übernimmt anschließend die Bearbeitung. Da das Online-Reputationsmanagement enorm aufwendig und zeitraubend sein kann, wäre das Vorhaben, dies nebenbei zu machen, eine Herkulesaufgabe.

2. Vorsorgen ist besser als nachbessern

  • Oftmals tauchen mehrere gleiche Namen im Internet auf, die rein gar nichts miteinander zu tun haben – wenn aber nun Herr A. eine schlechte Reputation vorweist, Herr A. aber nichts mit dem anderen Herrn A. zu tun hat, werden Interessenten verwirrt. Um das vorab auszuschließen, sollte man seinen Namen schützen (in sozialen Netzwerken als auch die persönliche Domain).
  • Eine einfache wie effektive Methode ist es, sich einen Alert einzurichten. So erhält man immer dann eine Benachrichtigung per Mail, sobald im Internet ein neuer Eintrag über sich oder seinen Firmennamen auftaucht.
  • Offensiv mit „Gegnern“ umgehen: Ein verärgerter Kunde schreibt eine schlechte Rezension. Wenn man als Unternehmen direkt darauf reagiert – durch eine öffentlich einsehbare Stellungnahme etwa – kann man Boden gutmachen und möglicherweise nicht nur diesen Interessen für sich gewinnen, sondern auch die Sympathie anderer auf sich ziehen.
  • Es hört sich leicht an: Eine negative Bewertung oder ein schlechter Eintrag über sich selbst wird einfach gelöscht. Doch Vorsicht! Eine gewisse Professionalität und Glaubwürdigkeit sollte gewahrt bleiben, denn kein Gegenwind ist für die Ewigkeit. Lieber stellt man sich und wird anschließend auch wieder mit positiven Kommentaren belohnt, bevor man als unglaubwürdig eingestuft wird.

Fazit

Innerhalb weniger Sekunden kann die mühsam gehegte Reputation eines Unternehmens im Zeitalter des Internets zerstört werden. Deshalb ist es wichtig, ständig den Überblick über das zu behalten, was in Foren oder Bewertungsportalen als auch Onlineshops vor sich geht. Neben der Überwachung ist immer ein rechtzeitiges Gegensteuern wichtig, sodass das Ansehen keinen dauerhaften Schaden nimmt.

Autor: Vincent Sünderhauf

Gründer und Geschäftsführer der seosupport GmbH
Website des Autors
Vincent Sünderhauf

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