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25.11.16Kommentieren

Logistik und Lagerhaltung

Etikettier-Technik in Unternehmen - hilfreiche Ansätze für einen verbesserten Betriebsablauf

Auf den ersten Blick wirken Etiketten als altertümlich und scheinen in der heutigen Welt kaum noch einen Platz zu besitzen. Heute, wo beinahe alles per Computer verwaltet wird, sollte das bloße Etikett doch nahezu überflüssig sein. Dennoch sind Etikettiermaschinen weiterhin unverzichtbare Helfer im Betriebsalltag. Wer sich einmal genauer mit der Materie befasst, wird die Fehlerhaftigkeit des Eingangssatzes direkt erkennen. Denn ohne Etiketten wären die moderne Lagerhaltung, die moderne Produktverwaltung, die Logistik und der Warenversand kaum zu bewältigen. Warum das so ist, zeigt dieser Artikel.

Quelle: Fotolia.com © Christian Schwier

Etikettier-Technik in der Logistik und Lagerhaltung

Der Sinn eines Etiketts ist, Waren oder Gegenstände auszuzeichnen und mit klaren Definitionen zu belegen. In der Regel können die Informationen sämtliche Bereiche betreffen, wobei die Praxis sich häufig an die folgenden Details hält:

  • Preis
  • Produktart
  • Produktname
  • Lagerplatz
  • Daten zur Herstellung/Herkunft

Inwieweit welche Informationen in dem Code des Etiketts hinterlegt wird, liegt im Ermessen des Betriebs sowie der Handelsart. Ein Supermarkt benötigt und nutzt andere Details, als beispielsweise ein großer Versandhändler. Zudem entscheiden die im Hintergrund verwendete Software und das Warenwirtschaftssystem, welche Informationen tatsächlich gespeichert werden.

Im logistischen Bereich vollbringt das kleine Etikett ein wahres Wunder. In dem Barcode sind so viele Details gespeichert, dass sogar eine automatische Lagerverwaltung und ein vollautomatisches Logistiksystem genutzt werden können. Damit dies gelingt, müssen die Etikettiermaschinen eng mit der Warenverwaltung verknüpft werden. Gleichfalls ist es notwendig, dass jede Ware ein entsprechendes Etikett erhält und in das System eingepflegt wird. Ist dies geschehen, wird die Ware eingelagert und kann jederzeit von außen aufgerufen werden. Wird das Produkt gekauft und von der Logistik angefordert, kommt das Etikett wieder zum Vorschein. Über das Scannen des Barcodes wird jetzt automatisch die Stückzahl im Lager neu kalkuliert, sodass der Warenbestand stets auf dem aktuellen Stand ist.

Um sich die Logistik zu vereinfachen können Unternehmen jedoch nicht allein auf Etikettiermaschinen vertrauen. Wenn sie auch in der Lage sind, Etiketten und Barcodes mit den unterschiedlichsten Informationen zu belegen und über den Code bis ins Detail festzulegen, um welches Produkt es sich handelt, ist der Barcode auf dem Etikett allein relativ nutzlos. Erst das genutzte Warenwirtschaftssystem bringt in Verbindung mit dem Etikett den großen Vorteil. Ein solches System aufzubauen, ist zu Beginn viel Arbeit. Jedes im Lager verfügbare Produkt muss mit einem Etikett versehen und in das System eingepflegt werden. Das System muss mit Onlineshops und weiteren Formen von Bestellsystemen verknüpft und der Datenbestand gepflegt werden. Ist dies jedoch einmal geschehen und achten Unternehmen darauf, dass die Etikettiermaschinen stets die korrekten Daten haben und dass alle Waren mit einem Code versehen werden, vereinfacht sich der gesamte Betriebsablauf:

  • Packer mit Lesegerät - über das Lesegerät können Lagermitarbeiter die Codes auf den Bestellungen auslesen und die Daten direkt ins Logistiksystem eingeben. Die Suche und Auswahl der jeweiligen Produkte kann nun, sofern die Technik vorhanden ist, automatisiert erfolgen.
  • Aktualisierung des Warenbestands - eine bestellte und bereitgestellte Ware ist für das Unternehmen nicht länger verfügbar. Über das Etikett wird, in Verbindung mit dem Warenwirtschaftssystem, direkt der neue Lagerbestand gespeichert.
  • Zulieferung - Zulieferbetriebe speichern auf den Etiketten nicht selten Kundendaten mit ab. Auf diese Weise lassen sich dauerhafte oder größere Bestellungen von Endkunden direkt über das Etikett einem Kunden zuordnen und die Zulieferung von Materialien funktioniert reibungsloser und mit einem geringeren Aufwand.
  • Schnellere Auffindung - da auf den Etiketten in einem gut sortierten Logistiklager nicht nur die Produkt- und Preisinformationen gespeichert sind, sondern ebenfalls der feste Lagerplatz, genügt Packern schon ein Scannen der Bestelldaten, um zu wissen, wo sie die Waren finden. Der Bearbeitungsvorgang einer einzigen Bestellung wird auf diese Weise deutlich beschleunigt.

Etiketten als Aushängeschilder

Abgesehen von den Etiketten, die in der Logistik genutzt werden oder reinen Preisetiketten, gibt es eine weitere Sparte an Anhängeschildern. Sie lenken den Blick potenzieller Kunden auf sich, enthalten aber auch weitere Informationen zu dem jeweiligen Produkt. Unternehmen und Hersteller verwenden diese Etiketten oftmals zusätzlich zu den logistischen Etiketten. Zudem werden die Waren in diesem Fall häufig von den Endverkäufern ausgezeichnet, sodass der Hersteller mit dieser Etikettierungsform wenig in Berührung kommt:

  • Preisaktionen - befindet sich ein Produkt in einer Rabattaktion, wird es gesondert beworben. Nicht selten finden sich nun an den Produkten weitere Etiketten, die deutlich auf die Aktion hinweisen.
  • Produktbeliebtheit - auch diese Information kann Kunden direkt über ein Etikett mitgeteilt werden. Das Schild weist nun auf viele Käufe hin.
  • Produktvorteile - ein einfacher Weg, um Kunden auf einen Blick mitzuteilen, welchen Vorteil sie von einem Produkt haben, ist das Etikett. Es enthält in kurzer und schriftlicher Form sämtliche relevanten Informationen und Vorzüge der Ware und dient Kunden mitunter als Wegweiser.

Weitere Einsatzgebiete in Unternehmen

Etikettiermaschinen gibt es für viele Zwecke. Größere Maschinen kommen überwiegend in der Lagerhaltung zum Einsatz, doch auch ein kleines Büro kann mit den Maschinen mühelos arbeiten und den Betriebsablauf vereinfachen. Gute Beispiele für diese Systeme sind Etiketten für Akten oder Kundendaten. Werden die Akten in einem Büro noch nicht vollständig digital gepflegt, dienen Etiketten der Auffindung der jeweiligen Akte. Verbunden mit einem Computersystem ist es nun auch möglich, den Lagerplatz der Akte direkt aus dem Computer zu entnehmen und die Akte schnell und unkompliziert zu finden. Insbesondere in Büros mit einem großen Aktenumlauf und ständigen Wiedervorlagen ist dieses System ein großer Vorteil. Jeder, der in einem solchen Betrieb arbeitet, kennt die Problematik, die Wiedervorlagen und Postakten täglich mit sich bringen - die vergeudete Arbeitszeit könnte durch ein gutes Etikettiersystem wesentlich sinnvoller genutzt werden.

Fazit – Etikettier-Technik ist unverzichtbar

Natürlich reichen einzig Etikettiermaschinen und die produzierten Etiketten nicht aus, um den Arbeitsalltag und Abläufe zu verbessern. Ist das System hingegen durchdacht, werden sinnvolle Informationen im Barcode hinterlegt und wird ein gutes Warenwirtschafts- oder Aktensystem genutzt, helfen die kleinen Aufkleber deutlich weiter. Im modernen Versandhandel ist der Verzicht auf Etiketten kaum noch vorstellbar - und die Wichtigkeit wird sich in den kommenden Jahren mit der zunehmenden Automatisierung vermutlich noch verstärken.

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