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18.01.08Kommentieren

Serie Unternehmen erfolgreich führen

Teil 8: Stärken stärken

Die Konzentration auf die Stärken des Gründers und seiner Mitarbeiter führt zu höherer Motivation und Produktivität. Mit methodischen Ansätzen lassen sich die Stärken eines Unternehmens herausarbeiten. Sich auf seine Stärken und die Stärken seiner Mitarbeiter zu konzentrieren klingt selbstverständlich, in der Praxis jedoch wird es selten genutzt. In den Köpfen der Menschen dominiert bei der Aus- und Weiterbildung die Sicht auf die Schwächen. Wir meinen, nur lernen zu müssen, was wir nicht können oder haben das Bedürfnis, ständig unsere Defizite zu beheben.

Ein Beitrag von Cay von Fournier

Bedeutung der Stärken

Die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit ist eine lebenslange Aufgabe, die leider viel zu selten ernst genommen wird. Es ist außerdem eine kontinuierliche Arbeit, die bezogen auf sich selbst ebenso wie auf die Mitarbeiter geleistet werden sollte. Die Aufgaben im Unternehmen ändern sich, Arbeitsplätze verändern sich im Laufe eines Arbeitslebens, und es ist immer wieder abzugleichen, ob das Stärkenprofil der Mitarbeiter noch zur Aufgabe passt. Genauso gilt für Sie als Unternehmer: Was Sie in den Anfangsjahren erfolgreich gemacht hat, kann Ihnen bei wachsendem Unternehmen und verändertem Anforderungsprofil auch im Wege stehen.

Starke Mitarbeiter machen Unternehmen stark

Die Auswertung einer Untersuchung der Gallup-Organisation ergab, dass nur 20 Prozent der weltweit befragten 1,7 Millionen Mitarbeiter in Unternehmen die Möglichkeit haben, ihre Stärken einzubringen. So ist es kein Wunder, dass viele Menschen unmotiviert bei der Arbeit sind. Menschen brauchen kein Motivationstraining, sie brauchen Herausforderungen und Aufgaben, bei denen sie ihre Stärken ausleben können. Fragen Sie sich selbst:

  • Wie ist das in meinem Unternehmen?
  • Wie hoch schätze ich den Prozentsatz?
  • Wie sehr bringe ich meine eigenen Stärken ein?

Gute Unternehmen nutzen Aufgabenbeschreibungen, um diese mit den Talenten und Stärken ihrer Mitarbeiter möglichst in Einklang zu bringen. Eine Voraussetzung, um sich diesem Idealzustand möglichst weit zu nähern, ist das Wissen um diese Stärken und Fähigkeiten. Denn oft sind sie weder den Mitarbeitern noch den Führungskräften bekannt. Es ist also wichtig, zunächst einmal Stärken und Schwächen zu analysieren. In diesem sehr persönlichen Prozess müssen die Mitarbeiter aber zwingend eingebunden werden.

Stärken in Unternehmen

Mit diesen Analysen können für ein gesundes Unternehmen mehrere Effekte erzielt werden:

  • Es wird aufgezeigt, ob Mitarbeiter entsprechend ihren Talenten eingesetzt sind. (Nicht selten stellt sich dabei heraus, dass es z.B. Mitarbeiter im Direktvertrieb gibt, die es hassen ans Telefon zu gehen.
  • Mitarbeiter werden entsprechend ihrer Stärken zu Schulungen geschickt, nicht gemäß ihrer Defizite. Wo bereits Präferenzen liegen, können Schulungen zu Topleistungen verhelfen, ohne entsprechendes Talent, wird auch eine Weiterbildung nur Mittelmäßigkeit erzeugen.
  • Mitarbeiter werden motivierter, wenn sie nach ihren Stärken eingesetzt werden. Sie sind erfolgreicher und entwickeln sich stärker.
  • Teams für bestimmte Aufgaben können besser gebildet werden.
  • Die Kommunikation unter den Mitarbeitern wird verbessert. Konflikte nehmen ab.
  • Insgesamt wird ein Produktivitätsschub zu spüren sein.


Verankerung im Unternehmen

Mit der Sensibilisierung bezüglich der eigenen Stärken und der der Mitarbeiter wird ein wesentlicher Schritt hin zu einem ganz neuen Unternehmensverständnis vollzogen. Unternehmen müssen zuerst ihre ureigenen Einstellungen überprüfen und ändern, wenn sie sich auf dem Markt ändern wollen (was über den zukünftigen Erfolg entscheiden wird). Indem wir beginnen, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen und uns auf Ihre Stärken zu konzentrieren, ändern wir auch die Führungskultur im Unternehmen.

Autor: Dr. Dr. Cay von Fournier

Arzt und Unternehmer.
Website des Autors
Dr. Dr. Cay von Fournier

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