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11.01.08Kommentieren

Serie Unternehmen erfolgreich führen

Teil 7: So lässt sich Gutes verbessern

Es gibt nichts in einem Unternehmen - auch, wenn es soeben erst gegründet ist oder schon seit geraumer Zeit existiert -, was nicht besser werden könnte. Diese Einstellung treibt alle erfolgreichen Unternehmen an, und sie tun sehr viel dafür, ständig besser zu werden. Das klingt einfach, aber es ist harte Arbeit und braucht die Einbindung aller am und im Unternehmen beteiligten Menschen. Das Potenzial für permanente Verbesserung muss geweckt, zentrale Ziele eines ganzheitlichen Qualitätsmanagements definiert und realisiert werden.

Ein Beitrag von Cay von Fournier

Schwächen schwächen

Auch in Unternehmen tritt  immer wieder die Schwächung einzelner Bereiche auf. Eine Zeitlang kann dies toleriert werden, führt aber bei Nichtbehebung unweigerlich zum Scheitern. Schwachstellen und Engpässe ändern sich. Mal gibt es Probleme in der Produktion, ein anderes Mal werden sie in der Marketingkampagne sichtbar. Entscheidend ist, dass Probleme möglichst schnell erkannt und behoben werden. In einem Unternehmen gilt daher: Schwäche die Schwächen! Bei Menschen ist das Gegenteil der Fall. Hier gilt es die Stärken zu stärken. So ist die Unternehmensführung verantwortlich für eine Balance dieser beiden Prinzipien. Wird das Gebot missachtet, gerät ein Unternehmen in die Krise. Da jedes Unternehmen Schwächen hat, gibt es auch immer etwas zu verändern.

Kaizen als ständiger Weg der Verbesserung

Das japanische Wort "Kaizen" (kai = ändern, zen = das Gute) beschreibt ein Managementkonzept zur ständigen Veränderung eines Unternehmens zum Guten. Im Gegensatz zu sprunghaften Veränderungen durch Neuerung (Innovation) geht es dabei um eine schrittweise Optimierung des Vorhandenen. Diese Verbesserung muss als Ganzes von der Unternehmensführung gewünscht und gelebt werden und als Grundsatz für alle  - Führung und Mitarbeiter - Gültigkeit haben. Halbes Kaizen funktioniert nicht! Jeder Mitarbeiter ist aufgerufen, sich Gedanken über Verbesserungen im eigenen Arbeitsumfeld und im Unternehmen allgemein zu machen. Die Ideen werden formuliert, bewertet, entschieden und umgesetzt. Dieser Vorgang ist als "kontinuierlicher Verbesserungsprozess" bekannt. Oft sind es kleine Änderungen in einem komplexen Arbeitsablauf, die eine große Wirkung haben.

Das Ziel der ständigen Verbesserung

Hohe Kundenzufriedenheit drückt sich in hoher Kundenloyalität aus. Für eine dauerhafte Sicherung dieser Form der Kundenzufriedenheit sind ständig kleine Schritte notwendig. Da alle Ziele nie ganz erreicht werden, weil es sich um grundlegende Werte des Marktes handelt, muss deren Umsetzung in der Praxis permanent verbessert werden. Neben dem Gebot der Innovation gilt es, das Bestehende ständig zu verbessern. Innovation und Verbesserung sind somit zwei Seiten einer Unternehmensmedaille. Weitere Ziele  sind die Zufriedenheit der Mitarbeiter, das gesellschaftliche Image und natürlich das Geschäftsergebnis. Messbar werden diese Ziele im Geschäftserfolg - sowohl im Wachstum des Umsatzes als auch im Gewinn.

Neben der methodischen Kompetenz der organisatorischen Weiterentwicklung eines Unternehmens ist vor allem die fachliche Kompetenz Gegenstand der ständigen Verbesserung.  Wissen und Techniken verändern sich heute sehr schnell. Kurzfristig  mag das Sparen an Weiterentwicklung, Forschung und Ausbildung zu Kostenreduktion führen. Mittelfristig jedoch führt diese Strategie in die Katastrophe. Werden notwendige Investitionen in die Zukunft verschoben, erhält der Wettbewerb einen Vorsprung, der nicht mehr aufzuholen ist. Eine erfolgreiche Vergangenheit ist keine Garantie  für eine erfolgreiche Zukunft. Ist erst die Substanz aufgebraucht, geht es immer schneller bergab. Unternehmen können sich diese Entwicklung nicht leisten, denn sonst verschwinden sie sehr schnell vom Markt.

Mit Kompetenz verbessern

Dem Gebot der ständigen Verbesserung wird der Unternehmensgrundsatz "Kompetenz" zugeordnet. Gemeint ist hier die fachliche Kompetenz, um ständig besser werden zu können. Damit einher geht die ständige Weiterentwicklung der eigenen Kompetenz, denn schon Sokrates wusste: "Wer meint etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden."

Autor: Dr. Dr. Cay von Fournier

Arzt und Unternehmer.
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Dr. Dr. Cay von Fournier

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