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16.11.09Kommentieren

Mit Netzwerken Synergie-Effekte erzeugen

Gründer brauchen Beziehungen

Viele Gründer haben ihre Berufung gefunden und wollen diese erfolgreich leben. Ein Grund für das Gefühl von Lebendigkeit im Beruf ist sicher auch, ob man mit seiner Berufung die Fülle lebt oder nicht. Und um den Erfolg seiner Berufung ins Hier und Jetzt zu rufen, braucht es ein Netzwerk von Beziehungen. Spätestens dann sollte man sich bewusst machen, dass die Manifestation der Berufung ein lebendiger Schöpfungsprozess ist, der im Wesentlichen auf die Erschaffung von Beziehungen zielt. Dreh- und Angelpunkt für das spirituelle Berufscoaching ist die Stärkung der Berufung und das Herbeiführen in die Wirklichkeit. Für Letzteres ist das Netzwerkdenken von großer Bedeutung. Was wäre besser, als von Netzwerkspezialisten zu lernen?

Ein Beitrag von Guido Ernst Hannig

Mareike ist so ein Beispiel. Schon seit einigen Jahren arbeitete die gelernte Steuerfachangestellte als Heilpraktikerin für Psychotherapie in einer Kleinstadt. Ihre Tätigkeit machte ihr stets Freude und in ihrem Ort fühlte sich mit ihrer Beratungspraxis gut aufgehoben. Doch seit der Trennung von ihrem Mann reichte der Umsatz nicht mehr aus und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten machten sich allmählich bemerkbar. Als ehemalige Fachfrau für den Blick für die Zahlen war ihr klar, dass bald etwas passieren müsse. "Vor einigen Wochen sprach mein Sohn mit mir über seine Entscheidung, nach seinem Abitur in das ferne München zu ziehen und dort studieren zu wollen. Mein Ex-Mann war zu dem Zeitpunkt arbeitslos und ich spürte in mir den Ruf zu einer beruflichen Veränderun".“ Mareike war an dem Punkt angekommen, an dem sie über eine Veränderung ihres Geschäftskonzeptes nachdenken musste. Sie wollte von dem Beruf, den sie so sehr liebte, auch gut leben können. Aber in ihrem beschaulichen Wohnort und mit den begrenzten Kontakten fühlte sie sich isoliert und die entsprechenden Ideen blieben aus. Eine gute Freundin schenkte ihr kurze Zeit später das Buch von Vernetzungsspezialistin Sabine Piarry: Das erfolgreiche Netzwerken. Kurze Zeit später beschloss sie, mehr über das Aktive Netzwerken lernen zu wollen.

Kooperation statt Konkurrenz

Obwohl sie sich als spirituelles Wesen verstand, glaubte sie noch an das Prinzip der Konkurrenz. Häufig tauchte der Gedanke auf, dass es einfach zu viele Heilpraktiker, Berater und Therapeuten gibt und sie besser in die sichere Festanstellung zurückkehrt. Obwohl ihr die Negativität dieser Gedanken bewusst war, konzentrierte sie ihre Aufmerksamkeit auf die Therapeuten, die mit ihren Patienten über die Krankenkasse abrechnen können oder die ablehnenden Haltung der ländlichen Bevölkerung gegenüber natürlichen Heilweisen. Diese Gedanken waren ihr wohlvertraut und sie erkannte zunehmend, dass es ihre eigenen Gedanken waren, die ihr das Gefühl von Stillstand bescherten. Jetzt aber las sie in ihrem neuen Buch von der Erschaffung eines Geistes der Synergie.

"Zugegeben war ich auch hier wieder skeptisch und glaubte, dass ich kaum mit der eigenen Konkurrenz über meinen Geschäftserweiterung reden kann. Aber mit dem Lesen kamen  Grundüberzeugungen zurück, wie zum Beispiel meine ganzheitliche Sichtweise. Synergie bedeutet, dass das Ganze größer ist als die Summe seiner Teile. Und tatsächlich erinnerte ich mich daran, dass mir damals die besten Ideen während und nach den Treffen mit den anderen HP-Anwärtern kamen. Wann führte ich zuletzt mit einem Kollegen ein Gespräch auf Augenhöhe? Wann suchte ich das letzte Mal ein Gespräch ohne unmittelbare Nutzen-Kosten-Rechnung? Während des kollegialen Austausches am Rande der Ausbildung entstand soviel kreativer Geist und Inspiration. Ich war gewillt diese Erfahrungen zu erneuern."

Während der Lektüre des Buches machte sich Mareike klar, dass in der Vergangenheit die Zusammenarbeit mit wertvollen Verbündeten das Finden und Erarbeiten von Lösungen enorm erleichterte. In ihrer augenblicklichen Tätigkeit als Therapeutin war sie nur mit ihren wenigen Klienten zusammen und ein weiterer großer Anteil des Tages nahm das Grübeln ein. Jetzt aber stand sie vor einem Paradigmenwechsel und es brauchte eine Ermutigung.

Als Mareike in das Coaching kam, wurde schnell deutlich, dass sie mit ihrem Herzen bereits im richtigen Beruf angekommen ist.  Auch war sie fachlich fundiert ausgebildet und hatte Spezifika in ihrer beruflichen Ausrichtung, mit deren Hilfe ein Alleinstellungsmerkmal sichtbar herausgearbeitet werden konnte. Sie spürte, dass der Schlüssel zu ihrem geschäftlichen Erfolg in ihren Beziehungen lag und das war der Ausgangspunkt für die eigentliche Manifestation ihrer Berufung.

Erfolgreich Netzwerken

Durch das Coaching bekam Mareike die Einsicht, dass das Training in Sachen Kontaktinitiative keine Nebensache ist. Durch die Erarbeitung ihres Alleinstellungsmerkmales wurden die Prioritäten neu geordnet. Sie erkannte die Möglichkeiten, die in ihrer Beziehungsintelligenz liegen und das gerade mit dieser Befähigung bisher Chancen ungenutzt blieben. Gerade wegen ihrer spirituellen Haltung wurde der Einheitsgedanke gestärkt und mit dem entsprechenden Glauben daran, entwickelten sich die ersten Perspektiven.
Nach der gelungenen Konzeptarbeit zur Neupositionierung ergaben sich über die gewonnenen Informationen die nächsten Schritte: Wo lässt sich ein konstruktives berufliches Beziehungsleben besser erfahren, einüben und leben als in einem ganzheitlichen Netzwerk?

Durch die Lektüre des Buches von Sabine Piarry erfuhr sie von dem Netzwerk Ganzheitlichkeit und der entsprechenden Regionalgruppe in ihrer Nähe. Durch das hohe Maß an persönlicher Verbundenheit zu einigen Partner des Netzwerks kam die Begeisterung und Freude an ihrem Tun wieder in Fahrt. Ihre Kernberufung konnte sie jetzt nach außen zeigen. Das Ergebnis war einfach: Sie sah jetzt den Netzwerkgedanken im Vordergrund. Die Energie in diesen Gedanken fördert das Vertrauen und den Glauben, weil man auch die Unterschiede annehmen und ausreichend würdigen kann.

Mareike hat ihren Aktionsraum als Therapeutin und Leiterin von Workshops deutlich erweitert. Sie ist zudem eine begeisterte Netzwerkerin geworden und hat ganz nebenbei etwas gefunden, was ohnehin rar geworden ist: Freundschaften! "Das Netzwerkdenken hat mir geholfen, zu den bejahenden Gedanken zu finden. Mit meiner Einzigartigkeit werde ich wahrgenommen und ich erschaffe mir eine freudvolle und einträgliche Aufgabe, wozu ich berufen bin."

Autor: Guido Ernst Hannig

Spiritueller Berufscoach und ganzheitlicher Gründungsberater
Website des Autors
Guido Ernst Hannig

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