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17.04.08Kommentieren

Exzellenz ist ein Weg, kein Ziel

Fünf Grundsätze exzellenter Unternehmensführung

Es reicht heute vielfach nicht mehr aus, "nur" gut zu sein. Langfristig erfolgreichen Unternehmen geht es um Exzellenz, dem Gegenteil von Mittelmaß. In allen Bereichen wollen sie - trotz oft schwieriger Umfeldbedingungen - immer besser werden und streben eine exzellente Führung an. Und das Beste daran: Die Praxis exzellenter Unternehmensführung lässt sich lernen.

Ein Beitrag von Cay von Fournier

Die globalen Kräfte des Marktes wirken auf uns. Dem kann sich kaum ein Unternehmen entziehen. Eines fällt aber deutlich auf: Exzellente Unternehmen stehen in allen Branchen an der Spitze, in guten, wie in schlechten Zeiten.

Exzellente Unternehmen lassen sich auch nicht an einer bestimmten Unternehmensgröße fest machen. Diesen exzellenten Unternehmen ist eines gemein: Sie erfinden sich immer wieder neu, erwirtschaften überdurchschnittliche Gewinne und wachsen gegen den Trend. Krisen nutzen sie zur Stärkung der eigenen Position. Man findet dort keine "Geheimnisse" oder "Patentrezepte", sondern in erster Linie fleißige und motivierte Menschen, die erkannt haben, dass sich die Spielregeln grundlegend geändert haben. Es sind Menschen, die über alle Ebenen und Bereiche des Unternehmens hinweg, ihren eigenen Weg zum exzellenten Unternehmen konsequent gehen - jeden Tag.

Fünf Grundsätze für die Praxis exzellenter Unternehmensführung

1. Begeisterung ist unbezahlbar

Um im harten Wettbewerb erfolgreich sein zu können, muss sich das gesamte Unternehmen auf das wichtigste Ziel besinnen: Die nachhaltige Begeisterung der Kunden. Für zufriedene Unternehmen, die sich mit zufriedenen Kunden zufrieden geben, wird es mittelfristig gefährlich, weil der Wettbewerb dann in erster Linie über den Preis ausgetragen werden muss. Erst begeisterte Kunden sind bereit, mehr Geld für Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens auszugeben. Denn: Exzellente Unternehmen haben begeisterte Kunden.

2. Kompetenz darf nicht nur Kopfsache sein

Exzellenz ohne Kompetenz ist nicht möglich. Daher müssen Unternehmer in die eigene Kompetenz und die ihrer Mitarbeiter investieren. Es geht aber nicht nur um die fachliche Kompetenz. Kreative und soziale Kompetenz sind heute ebenso unabdingbare Voraussetzungen für langfristigen Erfolg. Denn: Exzellente Unternehmen haben fachliche, kreative und soziale Kompetenz.
 
3. Nur die Umsetzung zählt

Alles Wissen und alle Ideen nützen wenig, wenn sie nicht umgesetzt werden. Exzellente Unternehmen sind daher vor allem auch umsetzungsstarke Unternehmen. Sie eignen sich Führungswerkzeuge an, nützen sie und gehen konsequent ihren Weg damit. Wenn Strategien nur in Theorien und Marketing nur in Ideen enden, sind es nicht mehr als gute Absichten und bleiben wirkungslos. Denn: Exzellente Unternehmen führen konsequent und setzen ihre Strategie schneller um als andere.

4. Menschen sind Investitionen, Maschinen sind Kosten

"Klug investieren" heißt heute, in Menschen zu investieren - in Mitarbeiter und in Kunden. Dabei geht es nicht nur um die Investition in Wissen und Kompetenz (wichtig), sondern auch in Bewusstsein und Emotionen (noch wichtiger).

Exzellenz ohne Leidenschaft, ist wie ein Auto ohne Motor. Exzellente Unternehmen investieren übermäßig viel in die Gewinnung und Entwicklung von exzellenten Mitarbeitern. So wie Unternehmen früher Maschinen gepflegt haben, müssen sie im 21. Jahrhundert Menschen pflegen, um erfolgreich zu sein. Denn: Exzellente Unternehmen haben exzellente Mitarbeiter.

5. Schwierigkeiten sind Chancen für Veränderungen

Es ist schwer, ein exzellentes Unternehmen zu werden, aber noch schwerer ist es, eines zu bleiben. Dabei wird es immer wieder schwierige Situationen geben, in guten wie auch in schlechten Zeiten. Daher muss gerade die Fähigkeit zum Wandel ein fester Bestandteil jeder Unternehmenskultur sein. Denn: Exzellente Unternehmen stellen sich dem Wandel.

Autor: Dr. Dr. Cay von Fournier

Arzt und Unternehmer.
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Dr. Dr. Cay von Fournier

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