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27.07.16Kommentieren

Marketing

So erhöht man mit Onsite Marketing die Conversionrate


Marco Zinsmeister (Bild: Quiveo)

Viele Webseiten- und Onlineshop-Betreiber geben viel Geld für Marketing aus, trotzdem sind die Ergebnisse ernüchternd. Was ist die Lösung? Noch mehr Geld in die Hand nehmen? Nein, Onsite Marketing heißt die Lösung - das meint Marco Zinsmeister. Er arbeitet für die Quiveo GmbH, die ein Tool zur Steigerung der Conversionrate anbietet.

Förderland: Viele Onlineshops bieten tolle Angebote und werden mit viel Aufwand beworben, trotzdem wird am Ende nicht der erwartete Umsatz erzielt. Woran kann das liegen?

Marco Zinsmeister: Das Problem der Onlineshops ist, dass sie eine durchschnittliche Conversionrate von ca. 2,5% haben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 97,5% der meist für viel Marketing-Budget eingekauften Besucher den Shop wieder verlassen, ohne zu kaufen. Das ist für jeden Shopbetreiber teuer. Denn man hat Geld ausgegeben, ohne dass es einen Erfolg oder Kaufabschluss gegeben hat.

Wer sich nicht mit Conversion-Optimierung beschäftigt, der kauft einfach immer mehr neuen Traffic für noch mehr Geld ein. Der smarte Onlinemarketer versucht hingegen die Conversionrate zu erhöhen, um so mehr Gewinn bei gleichbleibendem Budget für Trafficeinkauf zu erzielen.

2,5% Conversionrate – das klingt aber nicht gerade berauschend. Wie kann man diese Zahl nach oben treiben? 

Das Zauberwort lautet Onsite Marketing, was viele Seitenbetreiber noch nicht wirklich aktiv angehen. Dahinter verbirgt sich vor allem eine bessere Nutzerführung im Shop: Neukunden kann man beispielsweise auf Filtermöglichkeiten hinweisen, damit sie schneller das richtige Produkt finden. Oder man bietet ihnen eine Shop-Registrierung an, die mit einem Anreiz verbunden ist.

Darüber hinaus können Besucher, bevor Sie eine Seite verlassen, durch einen Gutschein gegen E-Mail-Abonnement davon abgehalten werden, den Shop zu verlassen. Das wird als Onsite Retargeting und Exit Intent Layer bezeichnet. Somit schafft der Shop über Newsletter oder auch Social Media eine Kontaktmöglichkeit zu potentiellen Kunden - diese sind somit nicht verloren, sondern im eigenen „System“.

Ein weiterer Anknüpfungspunkt ist die Reaktivierung von inaktiven Nutzern, zum Beispiel von Warenkorb-Abbrechern. Sobald ein Besucher mit gefülltem Warenkorb inaktiv wird, weil er nicht mehr scrollt oder klickt, kann er aktiv angesprochen werden, um so doch zum Kauf animiert zu werden.

Dies ist nur eine erste Auswahl an denkbaren Ansätzen, um mit Onsite Marketing mehr Kunden und eine höhere Conversionrate zu erzielen. 

Wie funktioniert die Technologie von Quiveo? 

Wir bieten Shop- und Webseitenbetreibern die Möglichkeit, intelligente Layer – zum Beispiel HTML-Div-Container mit Text und Bild - auf der Seite anzeigen zu lassen. Über unser Backend kann genau definiert werden, welche Regeln erfüllt sein müssen, um diese anzuzeigen. Zum Beispiel: Der Besucher ist gerade auf „warenkorb.html“, war zehn Sekunden inaktiv und hat bereits mehr als fünf Unterseiten im Shop besucht.

Außerdem erkennen wir, wenn ein Webseiten-Besucher diese wieder verlassen will. Das funktioniert dann so:

Zudem kann die angezeigte Ausspielung im eigenen Themedesigner individuell im Look und der CI der Webseite gestaltet werden. Unser Tool ist somit die Basis und das Werkzeug, um selbst Onsite Marketing Aktionen einfach, schnell und messbar umzusetzen.

Funktioniert Ihr auch auf Smartphones und Tablets?

Ja. In den Zeiten der zunehmenden Anzahl an mobilen Nutzern ist es natürlich undenkbar, auf diese Geräte zu verzichten. Unsere Layer sind responsiv und passen sich dem Endgerät entsprechend an, um auch diese Besucher adäquat ansprechen zu können.

Wie aufwändig ist es, Quiveo auf seiner Webseite oder seinem Onlineshop zu integrieren?

Es muss lediglich eine Zeile Javascript-Code im Template – genauer gesagt im Body-Tag auf allen Unterseiten - hinterlegt werden. Die weitere Administration findet dann über das Quiveo-Backend statt.

Ihr System zeigt Pop-Ups an, die kennt man von nervigen Werbebannern. Kann das nicht als negativ empfunden werden?

Der Begriff Pop-Up hat leider ein negatives Image, da hier meist störende Werbung damit verbunden wird. Wir arbeiten nicht mit Pop-Ups, sondern mit HTML-Layern. Der Schlüssel zum Erfolg ist der Nutzen beziehungsweise der Anreiz, der zur richtigen Zeit an den richtigen Empfänger themennah ausgeliefert wird.

Also: Warum sollte mich als Shop-Besucher stören, wenn ich beispielsweise einen 5% Gutschein in einem Shop angeboten bekomme, wenn ich im Gegenzug einen Newsletter abonnieren soll? Oder wenn ich mich für ein neues Bad interessiere und themennah auf ein hilfreiches eBook verwiesen werde?

Das würder mich als Besucher nicht stören, sondern ganz im Gegenteil: Das sind hilfreiche und relevante Informationen oder ein monetärer Anreiz, der mir einen Nutzen oder einen Vorteil bringt.

Werden die Pop-ups durch Pop-up-Blocker oder ähnlichen Browser-Plugins entfernt bzw. ausgeblendet?

Wir arbeiten ja nicht mit Pop-Ups, sondern mit den sogenannten HTML-Div-Layern, die direkt auf der geöffneten Seite angezeigt werden. Es öffnet sich somit kein neues zweites Fenster. Somit fällt dies nicht unter die Pop-Up-Blocker Thematik und wird von diesen nicht entfernt.

Vielen Dank für das Interview.

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